Abfall Recycling: Mit bewusster Mülltrennung Gutes tun

Mülltrennung und Abfall Recycling ist den meisten Deutschen wohl schon ins Blut übergegangen.


Es ist kein Geheimnis mehr, dass sich die fossilen Ressourcen der Erde langsam aber sicher dem Ende zuneigen und Lösungen gefunden werden müssen, sie einerseits zu schonen und andererseits ohne sie auszukommen. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist das Recyceln – also die Wiederaufbereitung alter Rohstoffe.

Abfall Recycling: Das Prinzip der Kreislaufwirtschaft
Recycling arbeitet nach dem sogenannten Prinzip der Kreislaufwirtschaft, die sich die Natur zum Vorbild genommen hat. Der zugrundeliegende Gedanke ist die Schonung der natürlichen Rohstoffe. Rohstoffe sollen so genutzt werden, dass keine Abfälle (zero waste) oder Emissionen (zero emission) entstehen und so möglichst lange in einem ewigen Kreislauf stehen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ist das Produkt so hergestellt worden, dass es nach seiner Verwendung vollständig biologisch abbaubar ist und somit wieder zu einem Teil der Natur wird oder es lässt sich innerhalb eines technischen Kreislaufs wiederverwerten (Cradle-to-cradle).

Aus Alt mach Neu
Schon viele Produkte als auch deren Verpackungen können recycelt und so wiederverwertet werden, zum Beispiel Glasflaschen, Kartonagen, Eisen, Kunststoffe und Nichteisenmetalle. In hochtechnisierten Anlagen werden die Abfälle zunächst sortiert und dann eingeschmolzen. Prominentes Beispiel ist das Glasrecycling. Nach der Sortierung in die verschiedenen Farben wird das Glas eingeschmolzen und zu neuen Flaschen geformt – diesen Prozess nennt man „bottle-to-bottle-Recycling“. Auch das Recyclen von Papier wird seit Langem erfolgreich angewendet. Die Deutschen sind Weltmeister im Sammeln von Altpapier und tragen brav ihre ausgelesenen Zeitungen, Paketreste, alte Briefumschläge, Schulhefte und Notizblöcke zur Papiertonne. Aus diesen nutzlos gewordenen Produkten wird Recyclingpapier, das in Qualität, Aussehen, Archivierbarkeit und Nutzung solchem aus frischen Zellulose-Fasern in nichts nachsteht.

Grüner Punkt
Seit dem 1.1.2009 sind alle Hersteller von Waren, die verpackt an einen privaten Verbraucher gelangen, dazu verpflichtet, sich am dualen System zu beteiligen. Duales System bedeutet in diesem Fall die Sammlung und Entsorgung von gebrauchten Verpackungen nach den Richtlinien des deutschen Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes.
Auf allen Verpackungen, die in den Gelben Sack gehören, befindet sich der Grüne Punkt, ein Symbol, das aus zwei miteinander verschlungenen Pfeilen besteht. Das sind alle Verpackungen aus Kunststoffen, Metallen oder Verbundmaterialien.

Mülltrennung und Co.: Initiativen zur Müllvermeidung
Neben der Bereitschaft, sorgfältig seinen Müll zu trennen und so dafür zu sorgen, dass Verpackungen wiederverwertet werden können, geht es vor allem darum, Müll generell zu reduzieren. Zwei interessante Initiativen folgen in ihrem Prinzip dem Abfall Recycling: Nicht mehr genutzte Gegenstände werden nicht weggeworfen, sondern weitergegeben oder eingetauscht. Ein ewiger Kreislauf entsteht. Im sogenannten Umsonstladen, dessen Ableger sich in ganz Deutschland finden, können ungeliebte Objekte abgegeben und gegen etwas anderes eingetauscht werden. Von Konservendosen, Kleidung über Bücher zu Einrichtungsgegenständen findet man hier alles, was das Herz begehrt. Ähnlich geht das Internet-Verschenk-Netzwerk „Freecycle“ vor, das in mehr als 50 Ländern zwei Millionen Mitglieder gefunden hat. Ähnlich des ebay-Prinzips werden Gegenstände eingestellt und mit einer treffenden Beschreibung versehen. Nun muss man nur noch warten, bis sich jemand dafür interessiert.