Ablauf - gemeinsam mit der Ernährungsberatung an den Zielen arbeiten

Ernährungsberatung arbeitet analytisch auf der Basis einer ausführlichen Ernährungsbefundgeschichte und des individuellen Ernährungsverhaltens und der damit verbundenen Nährstoffsicherung


 Zu Beginn einer Ernährungsberatung wird zunächst der Ist-Zustand festgehalten. Ernährungsberatung arbeitet analytisch auf der Basis einer ausführlichen Ernährungsbefundgeschichte und des individuellen Ernährungsverhaltens und der damit verbundenen Nährstoffsicherung. So können auch spezielle Ernährungsweisen und körperliche Gegebenheiten bedacht werden.

 

Ein ausführlicher Befund umfasst Fragen nach aktuellen Gesundheitsstörungen und möglichen Einflüssen der Ernährungsweise, nach Symptomen aller Art und Dauer, beschäftigt sich mit den Lebens- und Arbeitsumständen sowie dem familiären Rahmen. Je mehr Einzelheiten ein Ernährungsberater kennt, umso detaillierter kann er seine Beratung aufbauen und Ablauf koordinieren. Eine berufstätige Mutter mit drei Kindern wird naturgemäß eine andere Beratung benötigen als ein Student. Im Zug der Beratung kann auch der Kühlschrank begutachtet werden oder Berater und Kunde gehen gemeinsam in den Supermarkt, um die Lebensmittel und deren Nährwerte vor Ort zu studieren.

Ernährungstagebuch als „Spiegel“ der Essgewohnheiten
Ein nächster Schritt ist ein Ernährungsprotokoll oder –tagebuch, in dem der Klient alles aufschreibt, was er wann gegessen hat. Das ist nicht nur für den Berater wichtig, sondern auch für den Klienten selbst, damit beide sich ein Bild über das Essverhalten machen können. Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist ein besonders detailliertes Protokoll der Nahrungsaufnahme inklusive der Beschwerden wichtig. Blutwerte können ebenfalls gut Auskunft geben, auch wie sich eine Ernährungsumstellung auf den Körper auswirkt. Hier ist die gute Zusammenarbeit zwischen Arzt und Berater sehr sinnvoll.

Die richtige Motivation gewährt Erfolg
Nachdem der Ist-Zustand registriert ist, kann man sich dem Soll-Zustand zuwenden mit der Frage, was denn erreicht werden soll. Das kann eine Gewichtsreduzierung sein oder sinnvolle Ernährungsumstellung bei vorliegender Krankheit, wie beispielsweise Diabetes. Auch Hauterkrankungen können auf eine falsche Ernährung zurückzuführen sein. Unrealistische Ziele können zu Frustrationen führen und demotivieren, was der gute Ernährungsberater vermeiden wird.

Ein qualifizierter Ernährungsberater kennt sich mit Krankheiten, aber natürlich auch mit diätischer Kost aus, sodass er leckere Rezeptvorschläge machen kann. Ein gemeinsam zubereitetes Mittagessen schmeckt nicht nur, es motiviert auch, weiter an der eigenen Ernährung zu arbeiten und Veränderungen herbeizuführen. Die Ratschläge des Beraters berücksichtigen immer die individuellen Lebensumstände, sodass die Gespräche und der Ablauf des Programms auch immer den Wünschen des Klienten angepasst werden. Ist das gemeinsame Ziel eine Gewichtsreduktion, ist ein individuell zusammengestelltes Sportprogramm natürlicher Teil der Beratung.

Die Beratungsdauer beläuft sich meist auf drei Beratungseinheiten von maximal zwei Stunden, wobei pauschale Angaben nicht sinnvoll sind. Es werden auch telefonische Beratungen sowie Jahres-Coaching mit vier bis sechs Terminen angeboten. So wie die Beratung eine individuelle sein sollte, ist auch der Modus der Beratungen individuell anzuwenden.