Ablebensversicherung in Österreich: Wann hat sie Sinn?

Eine Ablebensversicherung schützt die Hinterbliebenen vor den finanziellen Risiken beim Tod eines Familienangehörigen und sichert deren finanzielle Zukunft.


Die Ablebensversicherung ist eine in Österreich weit verbreitete Form der Risikoversicherung und umfasst den reinen Todesfallschutz. Dies bedeutet, dass im Falle des Ablebens des Versicherungsnehmers während der Vertragslaufzeit die vereinbarte Versicherungssumme zur Auszahlung gelangt. Da bei dieser Versicherung nur das Risiko des Ablebens des Versicherungsnehmers abgedeckt wird, ist sie wohl die kostengünstigste Variante zur finanziellen Absicherung der Hinterbliebenen. Im Gegensatz zur deutschen Variante der Risiko-Lebensversicherung und zur österreichischen Er- und Ablebensversicherung werden am Ende der Laufzeit keinerlei Beiträge ausgezahlt.

Finanzielle Sicherheit für die Familie
Der Tod eines nahen Familienangehörigen ist für die Hinterbliebenen ein emotional sehr schreckliches Ereignis. Zur Trauer über den Verlust des geliebten Menschen gesellen sich nicht selten noch große finanzielle Zukunftsängste bei den Angehörigen. Dies ist besonders dann der Fall, wenn es sich beim dem Verstorbenen um den Hauptverdiener innerhalb der Familie handelt. Bei jungen Familien mit Kindern, bei denen aufgrund der Familiengründung und der daraus resultierenden Fix-Kosten, beispielsweise für die Miete, ein Auto oder eine Wohnungseinrichtung, der Spielraum für das Ansparen von finanziellen Reserven sehr gering ist, können die Hinterbliebenen beim Ableben des Hauptverdieners die anfallenden Lebenserhaltungskosten durch diese kostengünstige Versicherungsvariante viel leichter abdecken. Sehr empfehlenswert ist der Abschluss einer Ablebensversicherung zur Abdeckung von finanziellen Verpflichtungen, welche sich aus Krediten und Hypothekendarlehen ergeben. In diesem Fall spricht man auch von einer sogenannten Kredit-Restschuldversicherung, da beim Ableben die noch offenen Kreditschulden durch die Versicherung übernommen werden.

Verschiedene Varianten
Der Versicherungsnehmer kann prinzipiell zwischen drei Varianten wählen. Er kann sich als Einzelperson versichern, eine Versicherung auf Gegenseitigkeit abschließen oder eine Versicherung mit fallender Versicherungssumme wählen. Bei der Einzelperson-Versicherung wird die vereinbarte Versicherungssumme beim Ableben des Versicherungsnehmers an die im Vertrag angegebene Person ausgezahlt. Bei der Versicherung auf Gegenseitigkeit sind beispielsweise beide Ehepartner in den Versicherungsschutz eingeschlossen. Stirbt einer der beiden Versicherungsnehmer, bekommt der andere die entsprechende Versicherungssumme. Die Versicherung mit fallender Versicherungssumme kommt bei der bereits genannten Kredit-Restschutzversicherung zur Anwendung. Der Versicherungsvertrag wird genau auf die Laufzeit des Kreditvertrages festgelegt und die Versicherungssumme der Ablebensversicherung passt sich der Kreditrestschuld an.