Abwasserschacht aus Kunststoff: Vorteile

Auf industriell genutzten Grundstücken werden nur ausnahmsweise ein Abwasserschacht aus Kunststoff benötigt, für die heute im Handel angebotene Plastikringe genutzt werden können.


Abwasserschächte werden meist von den örtlichen Ver- und Entsorgungswerken im öffentlichen Straßenraum angelegt. Dies meist aus schweren Betonringen, die aufwändig mit großem Hebezeug verlegt werden. In diesen Abwasserschächten sammelt sich Schlamm, der aufwändig mit Saugwagen entsorgt werden muss. Auf Privatgrundstücken werden Abwasserschächte nur ausnahmsweise benötigt.

Verwendung von Abwasserschächten
Meist werden die Abwasserleitungen unmittelbar an das Haus geführt. Mitunter aber sind die Konstruktionen von Bauten und Leistungen so, dass sie auch hier in Schächten zusammengeführt werden müssen. Für einen privaten Hausbesitzer sind Abwasserschächte aus Beton oder Keramik äußerst aufwändig nicht nur bei der Anlage, sondern auch bei der regelmäßigen Pflege. Auch hier treten die gleichen Probleme auf wie bei den Entsorgungswerken. Der anfallende Schlamm muss entsorgt werden. Vollends schwierig aber wird diese Angelegenheit bei Handwerks- und Industriebetrieben, wo die Abwässer unter Umständen nicht nur aus Schmutzwasser, sondern auch aus allerlei – mitunter hoch aggressiven Chemikalien – bestehen.

Einen Abwasserschacht aus Kunststoff kann man nicht eben im Baumarkt kaufen
Inzwischen haben sich Spezialfirmen für Leitungen auf Abwasserschacht aus Kunststoff spezialisiert. Verwendet werden Polypropylen und Polyethylen. Beide Stoffe sind äußerst lange haltbar. Welcher Stoff letztlich eingesetzt wird, hängt nicht zuletzt von äußeren Umständen ab. Der Hersteller fragt nach der Umgebungstemperatur, etwaiger UV-Einstrahlung und mechanischen Belastungen. Auch kommt es auf die Temperatur des Abwassers ebenso an wie auf dessen Zusammensetzung.
Ein Abwasserschachte aus Kunststoff ist noch kompliziert, und der Grundstücksbesitzer kann den nicht eben im Baumarkt kaufen. Die Hersteller garantieren, dass ihre Erzeugnisse lange leben, robust und möglichst wartungsfrei sind. Sie sind entsprechend teurer als herkömmliche Abwasserschächte und kommen für den „normalen“ Hausbesitzer kaum in Betracht. Anders ist es mit Handwerks- und Industriebetrieben. Dort verlegen die geschulten Mitarbeiter der Hersteller diese Schächte selbst, die sich dafür geprüften Kunststoff-Schlossern und Schweißern bedienen.

Ein Abwasserschacht aus Kunststoff muss bauordnungsrecht geprüft werden
Durchaus problematisch kann sein, dass ein solche Abwasserschacht aus Kunststoff nicht nur durch die jeweilige Landesbauordnung erfasst sein müssen, sondern auch der Zustimmung der örtlichen Wasserbehörde bedürfen. Es kann schwierig werden, die davon zu überzeugen, dass ein Abwasserschacht aus Kunststoff nicht das Grundwasser gefährdet. Hier wird es unter Umständen intensiver Gespräche des Lieferers mit der Behörde bedürfen.