ACE Hemmer - so wirken sie

ACE-Hemmer sind spezielle Arzneistoffe, die vor allem bei Bluthochdruck oder einer chronischen Herzinsuffizienz im Rahmen einer Therapie verabreicht werden.


Die Arzneistoffe werden in der Praxis in Kombinationen mit einer Therapie verabreicht. Sie senken den Bluthochdruck und helfen bei einer chronischen Herzinsuffizienz. Die ACE Hemmer können auch in Kombination mit anderen Arzneistoffen verabreicht werden.

ACE Hemmer – allgemeine Informationen
Diese speziellen Arzneimittel werden in der Medizin bei verschiedenen Erkrankungen im Rahmen einer Therapie verwendet. Die Entwicklung dieser Arzneistoffe nahm mit der Aufklärung der speziellen Funktion des Angiotensin Converting Enzyms bereits im Jahr 1956 ihren Lauf. In Deutschland werden mittlerweile knapp 35 Prozent der Menschen, die an Bluthochdruck leiden, mit diesen Mitteln behandelt. Zu den bekanntesten und meist verwendeten Mitteln zählen Lisinopril und Ramipril. Zu den wichtigsten Nebenwirkungen zählen unter anderem ein trockener Husten, Hypotonie, akutes Nierenversagen und verschiedene Probleme während der Schwangerschaft. Vor einer Therapie oder Einnahme sollte auf jeden Fall eine Untersuchung bei einem Facharzt vorgenommen werden.

ACE Hemmer – Anwendungen in der Praxis
Bei einem zu hohen Blutdruck werden diese Arzneistoffe begleitend zu einer Therapie eingesetzt. Sie können entweder einzeln in einer Monotherapie oder in Kombination mit anderen Mitteln zur Blutdrucksenkung in einer Kombinationstherapie verwendet werden. Auch bei einer chronischen Herzinsuffizienz können die ACE Hemmer lebensverlängernd wirken, sie senken zuverlässig die Wandspannung des Herzmuskels. Weitere Anwendungsgebiete dieser Arzneistoffe sind Herzmuskelentzündungen und Herzinfarkte.

Die Wirkung von ACE Hemmer
Die Wirkung der Arzneimittel beruht auf einer zuverlässigen Hemmung des Enzyms, welches das Angiotensin im Körper umsetzt. Das Enzym ist für zwei wichtige Aufgaben verantwortlich, zum einen wird es für die Synthese des gefäßverengenden Octapeptids benötigt und zum anderen katalysiert es das Mediator Bradykinin. Durch das Arzneimittel wird zuverlässig eine Hemmung der oben beschriebenen Prozesse erreicht, infolgedessen nimmt der Blutdruck ab und der Blutgefäßtonus sinkt. Eine weitere positive Wirkung ist die Abnahme des Angiotensin-II-Spiegels und die Verminderung der Freisetzung von Aldosteron. Der Wasserhaushalt im Körper wird ebenfalls positiv beeinflusst. Die Nachwirkungen eines Herzinfarkts können mit ACE Hemmern zuverlässig verringert werden. Bei einer Nierenerkrankung verhelfen die Arzneimittel zu einer verringerten Ausscheidung von Proteinen und behindern den Fortschritt der Erkrankung.