Ackerschachtelhalm: Plage und gleichzeitig kleiner Helfer

Der Ackerschachtelhalm ist für die Landwirtschaft eine Plage, für die Naturheilkunde jedoch eine große Bereicherung, die bei vielen Krankheiten eingesetzt werden kann.


Beim Ackerschachtelhalm handelt es sich um eine mehrjährige Pflanze, die jedoch keine Blüten trägt. Sie kann zwischen zehn und 50 Zentimetern groß werden und verbreitet sich durch Sporen. Von dem Mittelhalm gehen regelmäßige Zweige ab. Auf der Nordhalbkugel ist sie stark vertreten, von der Arktis bis zu der mediterranen Zone.

Plage

  • Für die Landwirte ist der Ackerschachtelhalm beim Ackerbau ein Unkraut. Bekämpft wird er mit Herbiziden, kann jedoch nicht vollständig vernichtet werden. Eine Verbreitung dieser Pflanze erfolgt bereits durch die Anhaftung des Bodens an Geräten und Maschinen. Er ist meist dort anzutreffen, wo der Boden wenig Leben besitzt oder durch schwere Maschinen verdichtet ist. Auch dort, wo wenig Humus oder eine schlechte Bodenbearbeitung stattgefunden hat, wächst er gern.

Nutzen

  • Der Ackerschachtelhalm ist jedoch nicht nur ein Schädling. In Japan wird er zum Beispiel als Gemüse angebaut. Aber auch zur Vorbeugung gegen saugende Schädlinge, beispielsweise der Blattlaus, kann ein Kaltwasserauszug oder eine Jauche aus dieser Pflanze dienen, da dies die Pflanzen stärkt.
  • Wird ein Tee aus dem Schachtelhalm gemacht, können Obsthölzer und Tomatensträucher gegen Rost und Mehltau besprüht werden. Dieser Tee sollte ungefähr 20 Minuten mit Wasser aufgekocht werden, damit die Kieselsäure gelöst wird, welche die Zellstruktur der jeweiligen Pflanze festigt.

Einsatz als Heilpflanze

  • Die Eigenschaften der Kieselsäure werden jedoch nicht nur für den Garten- und Landschaftsbau verwendet, sondern auch in der Medizin. Aus den getrockneten grünen Stängeln lässt sich ein Tee herstellen, der vielseitig verwendbar ist. Die Anwendungsgebiete erstrecken sich von der Blutstillung und Blutreinigung bis hin zur Behandlung bei Durchblutungsstörungen. Aber auch Blasenleiden, Frostbeulen und Hämorrhoiden werden durch den Ackerschachtelhalm gelindert. Zudem wird die Elastizität beim Bindegewebe erhöht und es fördert den Knochenaufbau. Auch bei Hautleiden und -entzündungen, Krampfadern, Nieren- und Prostataleiden wurde eine Besserung bemerkt.
  • Auf die Haare, die Haut und die Fingernägel wirkt diese Heilpflanze positiv, zum Beispiel bei Hautunreinheiten, brüchigen Fingernägeln oder Haarschäden. Die Wundheilung wird mit einer Behandlung beschleunigt, rheumatische Beschwerden, eine schwache Menstruation, Wassersucht und -stauungen, Gicht, Asthma und Husten verbessern sich durch Ackerschachtelhalm.