Ätherische Öle kaufen: Darauf sollten Sie achten

Wenn Sie ätherische Öle kaufen, sollten Sie nicht auf den Preis achten, denn billige Produkte sind meist durch und durch künstlich. Damit tun Sie Ihrer Gesundheit keinen Gefallen.


Mithilfe ätherischer Öle ist es ganz leicht, eine angenehme und stimmungsvolle Atmosphäre im eigenen Zuhause zu schaffen. Doch nicht selten sorgt der Zitronenduft für Kopfschmerzen oder gereizte Schleimhäute. Studien haben gezeigt, dass acht von zehn der im Handel angebotenen Aromaöle synthetisch hergestellt sind. Wenn Sie ätherische Öle kaufen,  sollten Sie im Laden genau aufs Etikett achten, damit Sie uneingeschränkt Freude an den Düften aus der Flasche haben.

Qualitative Unterschiede
Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Qualitäten von ätherischen Ölen: naturrein, natürlich, naturidentisch und künstlich. Die optimalste Variante ist die naturreine oder naturbelassene Lösung.

Naturrein/naturbelassen: 100% Natur
Ätherische Öle mit der Bezeichnung „naturrein“ oder „naturbelassen“ werden direkt aus den entsprechenden Pflanzen hergestellt. Da diese Bezeichnung vom Gesetzgeber eindeutig festgelegt ist, gehen Sie auf Nummer sicher, wenn Sie naturreine Produkte kaufen. Es sind keinerlei künstlichen Zusätze wie etwa Konservierungsstoffe oder Mineralöle enthalten, nur die reine Duftessenz.
Handelt es sich um Pflanzen aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) wurden die Pflanzen beim Anbau nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt.
Qualitativ hochwertige Hersteller achten auch auf eine detaillierte Etikettierung. So sollten unter anderem der deutsche und botanische Name, der verwendete Pflanzenteil, der Chemotyp und das Gewinnungsverfahren auf der Flasche vermerkt sein. Auch die genaue Bezeichnung „Naturreines ätherisches Öl“ sollte nicht fehlen. Anhand der Chargennummer können Sie die Abfüllung zurückverfolgen.

Natürlich
Ätherische Öle mit der Bezeichnung „natürlich“ bestehen aus mehreren naturreinen Komponenten. Sie werden also nicht zur Gänze aus der namensgebenden Pflanze gewonnen. Handelt es sich beispielsweise um ein Lavendelöl, kann dieses mit einem anderen naturreinen, aber weitaus billigeren ätherischen Öl vermischt worden sein. Aber auch natürliche Öle dürfen keinerlei synthetische Zusätze enthaltten.

Naturidentisch: Vorbild Natur
Die Inhaltsstoffe eines naturidentischen ätherischen Öls sind künstlich hergestellt worden und anschließend zu einem harmonischen Mix vermischt worden. Diese Öle entsprechen in ihrer chemischen Zusammensetzung den natürlichen Vorbildern aus der Flora; auch der Geruch ist 100-prozentig identisch mit dem naturreiner Öle. Oftmals bestehen naturidentische Öle jedoch aus viel weniger Komponenten als ein naturbelassenes ätherisches Öl. So kann ein naturidentischen Rosmarinöl aus 11 (elf) Bestandteilen zusammengesetzt worden sein, während ein naturreines ätherisches Öl dieser Art aus etwa 150 Inhaltsstoffen besteht.

Künstlich
Künstliche ätherische Öle entstammen komplett dem Chemie-Labor. Die Designeröle werden nach bestimmten Vorgaben und nach speziellen Geruchseigenschaften entworfen und hergestellt. Diese Variante ist mit Abstand die ungesündeste, denn die Öle reichern sich im Fettgewebe an, wo sie unter Umständen großen Schaden anrichten können.

Habe ich ein naturreines Öl gekauft?
Mithilfe der folgenden Tests können Sie ganz einfach herausfinden, ob Sie gerade hochwertige, ätherische Öle kaufen. Ätherische Öle sind flüchtig, das heißt sie lösen sich in der Luft auf. Wenn nach dem Auftragen auf ein Blatt Papier ein Fettfleck zurückbleibt, wurde das Öl hochstwahrscheinlich mit künstlichen Zusätzen gestreckt. Alternativ können Sie das ätherische Öl auch in ein Wasserglas geben. Zerfällt es dort augenblicklich oder hinterlässt milchige Spuren, ist das Aromaöl mit großer Wahrscheinlichkeit synthetisch. Riecht das Öl wie Ihr letzter Kneipenbesuch, wurde es möglicherweise mit Alkohol gestreckt.