Äußere Erektionshilfen - die Vakuumpumpe (Penispumpe)

Wer seinen Körper nicht mit Medikamenten belasten will, hat die Möglichkeit der Vakuumpumpe.

Viele Männer, die unter einer Erektionsstörung leiden, möchten nicht in das Körpergeschehen eingreifen und deshalb keine Hormonpräparate oder Potenzmittel nehmen, um wieder ein ausgefülltes Sexualleben zu haben. Für diese Betroffenen gibt es Alternativen, um die Standfestigkeit des eigenen Gliedes wieder herzustellen. Diese werden von Außen angewendet und beziehen sich einzig und allein auf die Schwellkörper des Penises. Am populärsten ist hier die Vakuupumpe oder Penispumpe, die vom Arzt verschrieben werden kann.

Manuell die Erektion erzeugen
Die Vakuumpumpe für den Mann blickt auf eine lange Geschichte zurück. Schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts kommen solche zum Einsatz und verrichten seit dieser Zeit zufriedenstellende Arbeit. Das System dieser äußeren Erektionshilfe liegt in der Saugmechanik. Ein durchsichtiger Kunststoffzylinder wird über den Penis gestülpt, an dessen Ende sich eine Pumpe befindet, mit der ein kontrollierter Unterdruck erzeugt werden kann. Durch diesen wird Blut in die Schwellkörper gezogen, welches dann eine voll ausgebildete Erektion erzeugt. Mit Hilfe sogenannter Spannungsringe verschiedener Größe kann dann das Blut in den Schwellkörpern gehalten werden.

Mit Zylinder und Penisring
Bei dieser Methode brauchen die Schwellkörper allerdings auch eine gewisse Zeit, um sich auszudehnen und damit das Blut in die geweiteten Hohlräume vollständig eingeflossen ist. Mit einer sekundenschnellen Erektion ist auch hier leider nicht zu rechnen. Im Generellen aber spricht man von einer schneller Zustande kommenden Erektion, als beispielsweise bei der Einnahme von Potenzmitteln. Jeder Arzt rät allerdings zur Geduld und dazu, den Partner oder die Partnerin mit in den Prozess der Vorbereitung mit ein zu beziehen. Die Erektion wird im Endeffekt dann so lange aufrecht erhalten, wie sich der Spannungsring an der Peniswurzel befindet. Länger als 30 Minuten sollte dieser aber nicht an Ort und Stelle gelassen werden – es drohen im schlimmsten Fall Durchblutungsstörungen. Schlafen Sie also auch nicht mit dem Ring auf Ihrem Glied ein!

Kaum Nebenwirkungen
Zu Nebenwirkungen bei Benutzung der Saugpumpe kommt es nur in seltenen Fällen. Die Mehrzahl der Patienten klagen über einen nicht vorhandenen oder tröpfelnden Samenerguss, der durch den Druck des Spannungsringes auf die Harnröhre zustande kommt. Bei der Anwendung an sich kommt es nur selten zu Schmerzen im Bereich der Peniswurzel oder zu einem Kältegefühl an der Eichel. Auch für die Partnerin birgt die Anwendung der Saugpumpe keine Unannehmlichkeiten. Der Spannungsring wird von ihr während des Geschlechtsverkehrs als nicht störend empfunden.

Der Penisring allein kann helfen
Auch der Penisring als solches ohne die Saugpumpe kann bei einer erektilen Dysfunktion angewendet werden. Hierzu ist es aber von Nöten, dass eine anfängliche Erektion von sich aus zustande kommt. Hier dient der Ring dann einzig und allein dafür, das Blut in den Schwellkörpern zu halten und es nicht abfließen zu lassen.