Endlich wissen, wo eine Spende ankommt – aus diesem Grund entscheiden sich viele Menschen für die Patenschaft eines benachteiligten Kindes. Schon für 25 bis 30 Euro im Monat kann man so das Leben eines Kindes besser machen – und hilft auch der Gemeinschaft, in der das Kind lebt. Denn oft werden mithilfe des gespendeten Geldes Projekte im Dorf des Kindes finanziert.
Nicht nur dem Kind helfen
Patenschaften gibt es für Kinder aus Entwicklungsländern in Afrika, Asien oder Südamerika.
Oft gibt es spezielle Programme für Mädchen, da diese in den Ländern oft nicht gleichberechtigt gegenüber Jungen sind und deshalb speziell gefördert werden. Egal ob man sich für einen Jungen oder ein Mädchen entscheidet, man unterstützt so ein Kind sinnvoll. Oft kann man auch Briefkontakt zu seinem Patenkind in der Ferne aufbauen und ihm Pakete schicken. Sinnvoller kann es jedoch sein, über die Wohltätigkeitsorganisationen spezielle Geschenke zu machen, die die Lebenssituation der Kinder verbessern. Oft erhält so nicht nur ein Kind spezielle Förderung, sondern auch andere profitieren von der Spende. Im Angebot sind zum Beispiel Zahnbehandlungen für 15 Kinder, AIDS-Tests für Schwangere, Schulausrüstung, Ziegelsteine für den Bau einer Schule, ein Fahrrad, eine Milchkuh, einen Wasserbüffel oder eine Milchziege. Auch Schul- oder Studienstipendien sind möglich.
Seriösen Anbieter finden
Da es gerade bei einer Afrika Patenschaft häufig zu Missbrauch der Spendengelder kommt, sollte man sich vorher unbedingt über die Organisation informieren. Seriöse Anbieter fördern immer auch Projekte im Umfeld des Kindes, sodass die Lebensbedingungen insgesamt besser werden. So wird beispielsweise der Bau eines Brunnens oder einer Schule mit den Spenden finanziert.
Die Angaben, wofür das Geld verwendet wird, sollten eindeutig aufgeführt sein, Finanz- und Tätigkeitsbericht sollten vorliegen. Findet man dazu keine Informationen der Organisation, sollte man sich lieber eine andere aussuchen. Das DZI (das Deutsche Zentralinstitut) informiert über die Seriösität der verschiedenen Anbieter, halten Sie deshalb nach dem DZI-Spenden-Siegel Ausschau.
Kritik
Doch die Kinderpatenschaften werden von vielen auch kritisch gesehen. Die Hilfsorganisation Terre Des Hommes etwa bietet deshalb keine Patenschaftsprogramme an. Die Entscheidung wird damit begründet, dass eine Afrika Patenschaft immer nur Einzelfallhilfe sei, die Neid erzeugen könne. Außerdem setze man sich dabei nicht mit den Ursachen der Armut auseinander. Oft würden die Kinder in Heimen untergebracht, dadurch würde die Familie auseinandergerissen. Außerdem sei eine Patenschaft ein hoher Verwaltungsaufwand und dadurch, im Vergleich zu anderen Formen der Hilfe, sehr teuer. Terre Des Hommes kritisiert außerdem, dass oft für Einzelpatenschaften geworben wird, obwohl mit dem Geld ein bestimmtes Projekt gefördert wird. Dies sei oft in die Irre führend.