Ahorn als Bonsai schneiden - so gehts

Bonsais aus heimischen Gehölzen werden immer beliebter. Es funktioniert, wenn mann einige Besonderheiten beim Schnitt beachtet . Probieren Sie doch einmal einen Ahorn als Bonsai zu schneiden.


Der Name Bonsai kommt aus dem Japanischen und heißt wörtlich übersetzt: Baum im Topf. Wie man an dem lateinischen Namen Acer japonica erkennt, kommt diese Ahornart ebenfalls aus Japan. Warum sollte man also nicht einmal versuchen, den Ahorn als Bonsai zu kultivieren?

Wichtige Punkte, die beim Schnitt beachtet werden sollten
Pflanzenfreunde, die keinen großen Garten haben, pflanzen ihre Lieblingsbäume gerne in einen Topf. Dafür eignen sich die japanischen Ahornarten sehr gut. Sie wachsen langsam und haben auch noch nach Jahren keinen große Wurzelballen gebildet. Bei regelmäßiger Düngung und bei bei Bedarf dem Umpflanzen in frische Erde werden sich schnell gesunde neue Triebe gebildet haben. Dann sollte man anfangen,den Ahorn als Bonsai zu halten. Das Zurückschneiden wird in kleinen Schritten durchgeführt. Der beste Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr. Im Sommer würden die Schnittwunden vertrocknen und ein Zurückschneiden des Baumes vor dem Winter kann zu Frostschäden führen. Der Schnitt für den Ahorn als Bonsai wird immer oberhalb eines Auges durchgeführt. Das Auge bei Gehölzen ist eine kleine Verdickung am Holz. Daraus werden sich bald neue Blätter bilden. Die Bildung von neuen Blättern ist für die Pflanzen sehr wichtig. Nur so können sie auch weiterhin gut wachsen. Geschnitten wird so, dass die natürliche Form erhalten bleibt, aber der Baum kompakt wächst. Die Spitze sollte zuerst gestutzt werden. Dadurch bringt man den Ahorn als Bonsai dazu, mehr in die Breite zu wachsen.

Der sichtbare Erfolg lässt nicht lange auf sich warten
Das Beschneiden des oberen Teils der Pflanze reicht allerdings bei weitem nicht aus. Als Faustregel gilt, dass die Menge, die von der Pflanze herunter geschnitten wird auch von dem Wurzelwerk entfernt werden muss. Es gibt also gleich zwei Pflanzenabschnitte, die bearbeitet werden sollten. Das Auslichten der Wurzeln regt die Pflanze zu neuem Wurzelwachstum an und der Ballen passt sich optimal der Größe des Pflanzkübels an. Bei der Formung des Ahorns zum Bonsai muss der Gärtner viel Geduld haben. Im ersten Jahr wird noch kein sichtbarer Erfolg zu sehen sein. Dann ist man gut beraten, wenn man für die nötigen Düngergaben und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgt. Ein Jahr später sollte die Pflanze sich erholt haben und an dem Ahorn als Bonsai wird man lange seine Freude haben.