AIDS Therapie- HAART Methode anerkannt und wirksam

AIDS ist eine unheilbare, aber heutzutage behandelbare Erkrankung. Ziel der AIDS Therapie ist die möglichst starke Verminderung der Virusmenge im Körper.


HIV und darauf folgendes AIDS ist eine unheilbare, schließlich zum Tode führende aber heutzutage behandelbare Erkrankung. Ziel der AIDS Therapie ist die möglichst starke Verminderung der Virusmenge im Körper. Gegen HIV wirksame, so genannte antiretrovirale Arzneimittel, gibt es in immer größerer Anzahl. Die schnelle Resistenz der HI - Viren, also die Unempfindlichkeit der Viren gegenüber dem Arzneimittel, bereitet aber immer größere Probleme. Um diesen zu entgehen, werden Medikamente mit verschiedenen Wirkmechanismen zum frühestmöglichen Zeitpunkt der Infektion eingesetzt. Leider ist dies durch die anfänglich unspezifischen Symptome und einer damit verbundenen späteren Krankheitserkennung oft verzögert.
Um eine geringe Viruslast, bedeutet weniger HI - Viren im Blut, zu erreichen, kommt eine so genannte AntiRetrovirale Therapie (ART) zum Einsatz.
 

Wirkungsweise
Während das HIV nach Eintritt in die Zelle seine Erbinformation in der Zelle freisetzt, werden so genannte Nukleosidanaloga (engl., Non Nucleoside Reverse Transcriptase = NTRI) in neu entstehende DNA- Stränge eingefügt. Dadurch wird die Erbinformation des HIV so verändert, dass es sich nicht weiter vermehren kann.

Die antiretrovirale AIDS Therapie sollte wegen der schnellen Resistenz des Virus gegen einzelne Medikamente grundsätzlich als Kombination aus mehreren Medikamenten (Highly Active Antiretroviral Treatment = Hoch Aktive Antiretrovirale Therapie = HAART) erfolgen. Eine Kombination besteht meist aus drei verschiedenen Medikamenten, kann aber je nach Zustand des Patienten, der Viruslast oder der Resistenz der Viren auf bis zu sechs Medikamente erhöht werden. Als nicht ganz unproblematisch gelten beim Einsatz der HAART - Therapie die auftretenden Nebenwirkungen, wie gastrointestinale Beschwerden- Bauchschmerzen- Durchfälle, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.
 
Gefährliche Nebenwirkungen
Da Haart über einen zum Teil sehr langen Zeitraum angewendet wird und eine Unterbrechung wegen einer Gefahr der Resistenz der Viren nicht empfohlen wird, kann es auch zu massiveren Nebenwirkungen kommen.

Als schwerwiegende Nebenwirkungen werden die Laktatazidose ( erhöhter Wert von Milchsäure im Blut), die Schädigung peripherer Nerven (Schädigung der außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks liegenden Nerven), Myelotoxizität ( Schädigung des Knochenmarks), Lipodystrophie ( Umlagerung von Körperfett) und die Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) benannt.

Die Therapie belastet aber vor allem die Leber sehr stark. Besteht gleichzeitig eine Infektion der Leber mit Hepatitis C, kann es passieren, dass Patienten HAART abbrechen müssen. Allerdings kann die Therapie durchaus erfolgreich nach einer etwa einmonatigen Pause mit einer veränderten Medikamentenzusammenstellung fortgesetzt werden.

Durch die Anwendung dieser Therapie ist eine Senkung der Viruslast auf ein Fünfzigstel oder gar auf ein Hundertstel der Ausgangswerte möglich und somit eine entsprechende Verlängerung des Lebens. Heilbar ist die Infektion aber dennoch noch immer nicht.