Die Akupressur ist vermutlich ein Vorläufer der Akupunktur. Verschiedene Punkte des Körpers werden, je nach Beschwerden, durch sanften Druck stimuliert. Die Philosophie geht davon aus, dass verschiedene Energiebahnen durch den gesamten Körper verlaufen. Entlang dieser Bahnen befinden sich Punkte, die mit bestimmten Körperregionen und Leiden in Verbindung gebracht werden. Regt man diese Punkte an, sollen dadurch die Beschwerden gelindert werden. Hier ist das punktgenaue Treffen nicht so wichtig wie bei der Akupunktur, bei der kleine Nadeln an bestimmten Punkten in die Haut gesteckt werden. Die Techniken sind leicht zu erlernen und selbst oder mit einem Partner – für Stellen, die nicht selbst erreicht werden können, zum Beispiel am Rücken – durchführbar. Je nach Stärke des Schmerzes sollten Sie den Druck variieren. Je stärker es schmerzt, desto fester kann gedrückt werden. Anfängern wird geraten, zuerst nur leicht zu drücken.
Von Volkshochschulen werden Kurse für das Erlernen der Akupressur angeboten. Sie sollten niemals auf die Dornfortsätze der Wirbelsäule, als Erhebungen der Wirbelsäule zu fühlen, drücken, da es zu Beschädigungen des Rückgrats kommen kann. Bei bestimmten Erkrankungen sollte man auf diese Art der Behandlung ganz verzichten. Wenn beispielsweise das Gefäßsystem in Form von Thrombosen oder Krampfadern erkrankt ist, darf man keine Akupressur durchführen. Bei einer Thrombose könnten sich beispielsweise Blutgerinnsel lösen, die im Gehirn einen Schlaganfall auslösen. Auch bei Verletzungen der Wirbel, Osteoporose oder Entzündungen im Rückenbereich sollte man diese Anwendung nicht durchführen. An der Halswirbelsäule darf nur leichter Druck ausgeübt werden. Hier verlaufen viele Nerven, die in Mitleidenschaft gezogen werden könnten.
Einige der wichtigsten Akupressurpunkte bei Rückenleiden werden im Folgenden vorgestellt.
Nackenschmerzen
Kreuz- und Rückenschmerzen
Hexenschuss