Nicht zu unterschätzen ist die psychische Verfassung eines Menschen bei der Förderung von Allergien. Denn die Bereitschaft des Körpers für eine Allergie scheint auch von der Psyche beeinflussbar zu sein. Insbesondere viel und anhaltender Stress, Depressionen oder auch längere Krankheiten machen deutlich anfälliger gegenüber Allergenen. In Stresssituationen verschlimmern sich Allergien meist oder kommen dadurch das erste Mal ans Licht. Aber auch anders herum stehen Psyche und die Allergieausbildung in Zusammenhang: Eine der Person bekannte Allergie hat große Auswirkungen auf das psychische Verhalten und Empfinden. Ein Pollenallergiker kann schon sehr empfindliche Reaktionen, wie ein Kribbeln der Nase, zeigen, wenn ihm lediglich Bilder von blühenden Wiesen vorgelegt werden.
Einfluss der Schichtzugehörigkeit
In der Literatur finden sich gehäuft Aussagen, dass die Allergiehäufigkeit mit dem sozialen Status ansteigt. Fakt ist, dass die bekannten Fälle einer allergischen Nasenschleimhautentzündung bei Menschen höheren Status deutlich höher liegt, als bei Personen aus der unteren Schicht. Auch für Nahrungsmittelallergien und Nesselfieber (med. Urtikaria) ist dies beobachtet worden. Erklären kann man dies damit, dass Menschen aus der unteren Schicht meist in ländlicheren Gebieten wohnen, während die Oberschicht mehr in Großstädten sitzt. Es ist ein sehr enger Zusammenhang von der Wohnortgröße mit der sozialen Schichtgröße erfasst worden. Ob man daher von einem direkten Zusammenhang zwischen Allergiehäufigkeit und Schichtzugehörigkeit sprechen kann, bleibt also fraglich. Dazu kommt, dass wohlhabende Menschen sich Nahrungsmittel leisten, die Menschen mit weniger Einkommen eher nicht kaufen werden. So werden exotische Lebensmittel quasi vermieden. Bei Asthma bronchiale und Neurodermitis ist ein Unterschied in den Schichten jedoch nicht anzunehmen.