Die genauen Ursachen für die Entstehung von Allergien sind noch nicht wirklich erfasst, jedoch zeichnet sich deutlich ab, dass vor allem Umweltfaktoren und die Lebensgewohnheiten einen großen Einfluss auf die Funktionstüchtigkeit des Immunsystems ausüben.
Intoleranz
Auch eine Intoleranz des Körpers gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln führt oftmals zu allergieähnlichen Symptomen. Dabei handelt es sich aber um Stoffe, die der Körper nicht aufspalten und verdauen kann. So ist eine Laktose-Intoleranz leicht mit einer Milchallergie zu verwechseln. Hier fehlt beispielsweise das Enzym Laktase im Körper, um die Milch aufspalten zu können, was so zu Beschwerden führt. Echte Nahrungsmittelallergien sind eher selten, Intoleranzen treten sehr viel häufiger auf.
Allergieauslöser
Die genauen Ursachen für die Entstehung von Allergien sind noch nicht wirklich erfasst, jedoch zeichnet sich deutlich ab, dass vor allem Umweltfaktoren und die Lebensgewohnheiten einen großen Einfluss auf die Funktionstüchtigkeit des Immunsystems ausüben. Eine generelle Veranlagung zur Ausbildung von Allergien wird zudem vererbt. Allgemein scheint die Kombination vieler Faktoren die Entwicklung von Überempfindlichkeitsreaktionen auf die verschiedensten Substanzen zu begünstigen.
Genetische Ursachen
Die Neigung zu Allergien ist zum Teil vererbbar. Wenn beispielsweise beide Elternteile an einer Birkenpollenallergie leiden, dann besteht eine 50-60 prozentige Chance, dass die Kinder ebenfalls eine Allergie gegen Birkenpollen entwickeln. Ist nur ein Elternteil allergisch, so wird die Allergiewahrscheinlichkeit beim Kind circa 30 Prozent betragen. Somit ist die Empfindlichkeit zu einem gewissen Grad vererbbar, jedoch muss es nicht zwangsläufig zur Ausprägung der Überempfindlichkeit kommen. Dazu kommt, dass auch ohne familiäre Vorbelastungen ein fünf bis 15 prozentiges Risiko besteht eine Allergie zu entwickeln. Je häufiger der Kontakt zu dem potenziellen Allergieauslöser ist, desto schneller kann daran erkrankt werden. Auf einigen Kontinenten, darunter Australien und Afrika, treten Allergien sehr viel weniger auf als im europäischen Raum. Hier werden neben anderen Faktoren auch genetische Unterschiede zu den Europäern als Erklärung herangezogen. In Studien zeigte sich außerdem, dass Frauen häufiger unter Allergien leiden als Männer. Da Frauen aber generell ein höheres Gesundheitsbewusstsein aufweisen und eher zum Arzt gehen, kann hier neben den genetischen Unterschieden auch der Effekt eintreten, dass Männer sich ihrer Allergie gar nicht bewusst sind.