Allergiker Matratzen: Augen auf beim Kauf

Allergiker müssen beim Matratzenkauf besonders aufmerksam sein, denn eine Allergiker Matratze ist sehr wichtig für die Gesundheit.


Allergien kommen immer häufiger vor. So leiden bereits 12 Prozent der Bevölkerung an einer Hausstauballergie. Doch nicht nur die Hausstaubmilben können uns schaden; Schimmel ist kein selten anzutreffender Gast und kann schwere Krankheiten auslösen.

Milben, Schimmel, Staub und Co.
Kleine Tierchen und Staubpartikel, die einigen Menschen sehr schaden, kommen überall vor. Ein Großteil von ihnen, etwa 70 Prozent, lebt jedoch in unseren Betten. Hier herrschen ständig mollig warme Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Zudem ist der Tisch immer reichlich mit Nahrung gedeckt, da sie sich von den Hautschuppen der Menschen ernähren.
Um Schimmel und Milben zu vermeiden, sollte vor allem regelmäßig und lange gelüftet werden, sodass die Feuchtigkeit und die Wärme aus der Matratze entweichen können. Doch dies ist nicht alles, was es zu beachten gilt.

Allergiker Matratzen - Worauf müssen Allergiker achten?
Wenn Sie sich eine neue Matratze kaufen möchten, sollten Sie diese vorzugsweise nach dem Material und nicht nach dem Preis aussuchen. Als Allergiker Matratzen eignen sich am besten Latexmatratzen, da diese eine sehr gute Feuchtigkeits- und Temperaturregulation besitzen. Weiterhin sind ist sie sehr hygienisch und staubfrei. Schaumstoffmatratzen sind zwar für Milbenallergiker geeignet, sind aber sehr staub- und schimmelanfällig. Matratzentypen, auf die Sie in keinem Fall zurückgreifen sollten, sind Matratzen, bei denen tierische Eiweiße verarbeitet wurden, wie Rosshaar, Kamelhaar oder Wolle.

Haben Sie nun die richtige Matratze gefunden, sollte ein Bezug gewählt werden, der nur wenige Ritzen oder Steppungen aufweist, abnehmbar und bei 60 Grad waschbar ist. Somit werden nicht nur die Bakterien abgetötet, sondern gleichzeitig auch die Milben und ihr Kot. Es gibt aber auch extra Bezüge, die antibakteriell sind und somit das Einnisten von Schimmel, Bakterien und damit auch Milben minimieren sollen. Empfehlenswert sind jedoch Vollsynthetikbezüge.

Auf die Matratze sollte zudem noch ein Schonbezug gelegt werden, der synthetisch und auch bei 60 Grad waschbar sein sollte, damit so wenig Hautschuppen wie möglich in das Innere der Matratze gelangen und somit Nahrung für Milben bieten. Zudem kann diese Auflage öfter gewaschen werden als der Matratzenbezug, da sich die Handhabung als äußerst schwierig und zeitraubend erweist.

Der Nachteil von Synthetikbezügen und Schonauflagen besteht jedoch darin, dass diese eine Belüftung nur im geringen Maße zulassen und zudem eine elektrostatische Aufladung begünstigen. Ein Problem haben damit besonders Menschen, die gleichzeitig unter Neurodermitis leiden, welche besonders durch eine schlechte Belüftung begünstigt wird.

Das richtige Schlafklima
Hausstaubmilben fühlen sich in feuchter und warmer Umgebung am wohlsten. Während wir schlafen, verlieren wir zwischen einem halben und einem Liter Schweiß, zudem wird die Matratze auf bis zu 20 Grad erwärmt. Somit stellt das Bett den idealen Lebensraum für die kleinen Krabbler dar. Sie sammeln sich in der Bettdecke, in dem Kissen und in der Matratze. Darüber hinaus begünstigt eine feucht-warme Umgebung auch die Entstehung von Schimmel.
Aus diesen Gründen ist es äußerst wichtig, den Schlafraum am Tag so kühl wie möglich zu halten und nach dem Aufstehen lange zu lüften, damit die Feuchtigkeit entweicht und die Temperatur fällt.