Der Schweregrad einer Allergie auf ein bestimmtes Allergen ist individuell sehr unterschiedlich. Dieser hängt meist nicht von der Konzentration der Allergene ab, ein einziger kurzer Kontakt kann genügen um das Abwehrsystem des Körpers in Alarm zu versetzten. Die Symptome von Allergien sind vielseitig und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Je nach Allergieform und der individuellen Empfindlichkeit einem Allergen gegenüber, treten Symptome an den verschiedensten Körperstellen lokal auf oder gehen mit allgemeinen Beschwerden, wie Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen, einher.
Allergische Reaktionen der Haut
Stoffe, die über die Haut allergische Reaktionen auslösen, führen meist zu juckenden Ausschlägen und Ekzemen. Daneben kann sich infolge einer Allergie auch eine Neurodermitis entwickeln. Allergische Reaktionen der Haut sind häufig bei Kontakt- und Lebensmittelallergien zu beobachten.
Allergisches Kontaktekzem
Juckende Hautstellen, die auch Blasen und Rötungen aufweisen können, sind meist ein Anzeichen für ein allergisches Kontaktekzem. Das auslösende Allergen ist häufig ein chemischer Stoff, der bei wiederholtem Hautkontakt eine krankhafte Veränderung der Haut hervorruft. Wenn diese allergieauslösende Substanz nicht gemieden wird, kommt es in der Folge zu Rissen, Entzündungen und zur lokalen Verdickung der Haut.
Urtikaria
Das Nesselfieber (med. Urtikaria) ist eine allergische Hauterkrankung, die sich in juckenden, geröteten Schwellungen (Quaddeln) bemerkbar macht. Die entsprechenden Allergene führen zu der Freisetzung von Histamin aus den Mastzellen in die Haut. Urtikaria kann wenige Stunden (akut) bis hin zu mehreren Wochen (chronisch) ablaufen. Die Ursache dieser heftigen Hautreaktionen ist entweder eine Allergie oder aber eine Pseudoallergie auf Lebensmittel, Zusatzstoffe wie Farb- und Konservierungsstoffe und Arzneimittel.
Neurodermitis
Neurodermitis oder auch das atopische Ekzem ist eine Hauterkrankung, die insbesondere im Kindesalter häufig ist. Der Auslöser für diese meist auf Allergie begründeten Reaktion ist jedoch nicht so einfach zu identifizieren, oftmals leidet der Betroffene unter mehreren zusätzlichen Allergien. Im Blut sind häufig IgE-Antikörper gegen Allergene der Hausstaubmilben, Katzenhaare, Pollen oder Nahrungsmittel erhöht. Bei dem Kontakt mit derartigen Stoffen kommt es zu Hautirritationen, Ekzemen, Juckreiz und Entzündungen. Trockene Haut sowie Stress begünstigen die Ausbildung einer Neurodermitis zusätzlich, der Schutzmechanismus gegen Fremdstoffe ist hier allgemein nicht mehr voll funktionstüchtig, weswegen auch nicht immer ein Allergen für einen Neurodermitisschub zuständig sein muss. Der Ursprung der Hauterkrankung ist durch Allergien, Stress und genetische Veranlagung schwer festzustellen und vielseitig. Leiden beide Elternteile an Neurodermitis, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Kind eine Neurodermitis entwickelt auf 60 Prozent. Erste Anzeichen einer Neurodermitis kann übrigens die Bildung von Milchschorf bei Säuglingen sein. Hierbei handelt es sich um allergische Reaktionen auf Basis von Rötungen und Bläschen der Haut.