Die Einstufung von Kopfschmerzen als ein bestimmter Typus von Kopfschmerz fällt selbst Ärzten schwer, die auf einen reichen Erfahrungsschatz bei der Kopfschmerzen Diagnose und Behandlung zurückgreifen können. In der Regel verläuft der Diagnoseweg über sehr zeitintensive Untersuchungen und ausführliche Beschwerdeschilderungen seitens des Patienten. Neben der Anamnese, also das Gespräch zwischen Arzt und Patient, bei dem der Patient seine Beschwerden möglichst detailliert beschreibt, ist außerdem wichtig, dass organische Erkrankungen ausgeschlossen werden.
Selbstbeobachtung und Kopfschmerzdokumentation
Für eine differenzierte und möglichst richtige Diagnose bei Kopfschmerzen bedarf es allerdings mehr als nur der Feststellung beziehungsweise das Ausschließen von kopfschmerzverursachenden organischen Erkrankungen und einer darauf beruhenden Einteilung in primäre oder sekundäre Kopfschmerzen.
Allein die Kopfschmerzform Migräne tritt in so vielfältiger Weise auf, dass eine zuverlässige Diagnose unter Umständen ein langfristiges, vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis voraussetzt. Gleichermaßen wichtig im Diagnoseprozess ist die Selbstbeobachtung des Patienten und eine genaue Dokumentation seiner Kopfschmerzmerkmale.
Ansprechpartner für Kopfschmerzpatienten
Ein kompetenter Ansprechpartner für Kopfschmerzpatienten kann sowohl der Hausarzt sein, der von seiner fachlichen Ausrichtung zumeist Allgemeinmediziner oder Internist ist, als auch ein Neurologe. Eine Untersuchung durch den Neurologen empfiehlt sich vor allem, wenn zusätzlich zu den Kopfschmerzen Schwindel und Konzentrationsschwäche oder sonstige Störungen auftreten. Spezielle Kopfschmerzkliniken existieren in Deutschland bisher leider nur sehr vereinzelt.