Aloe Pflanze - Die Heil-und Zimmerpflanze

Die Aloe Vera ist die bekannteste dieser Gattung, die bis zu 400 Sorten umfasst. Dem Saft der Aloe Pflanze wird eine heilende Wirkung zugeschrieben und daher häufig in Kosmetika und Trinkkuren verwendet.


Botanischer Name: Aloe barbadosiensis

Allgemein
Die Aloe Pflanze stammt aus Südafrika und den Trockengebieten Madagaskars. Diese sukkulente, also wasserspeichernde Pflanze besitzt dicke Blätter mit spitzen Enden und einem zackigen Blattrand. Bei jungen Pflanzen wachsen die Blätter stiellos sehr nah am Boden. Die älteren haben oft einen kurzen Stiel. Sie blüht bei uns nur bei guter Pflege zwischen Frühjahr und Sommer. Die Blüten sind gelb, orange oder weiß und befinden sich an einem Blütenstand mit vielen kleinen traubenartigen Blütenknospen. Die bekanntesten Vertreter sind die Heilpflanze Aloe Vera und die Aloe humilis, die oft in Supermärkten angeboten wird.

Standort
Am besten gedeiht die Aloe Pflanze an hellen bis vollsonnigen vor Regen geschützten Orten. Für Zimmerpflanzen sind hier Südfenster mit Mittagssonne ideal. Die Raumtemperatur sollte um 25° Celsius betragen. Im Winter braucht sie einen hellen bis halbschattigen Ort und eine kühle Temperatur von fünf bis zehn Grad. Nach dem Überwintern oder bei neu gekauften Pflanzen sollte man diese langsam an direkte Sonne gewöhnen.

Pflege
Als Substrat braucht sie eine gut durchlässige Erde. Es eignet sich Kakteenerde oder eine Mischung aus einem Drittel Blumenerde, einem Drittel Sand und einem Drittel Splitt. Gegossen wird die Aloe Pflanze im Sommer regelmäßig einmal die Woche mit normalem Leitungs- oder Regenwasser. Am besten gießt man sie von unten, also in den Untersetzer hinein. So kann man besser Staunässe und Übergießen verhindern. Im Winter benötigt sie so gut wie kein Wasser. Im Sommer kann man die Pflanze ab und zu mit Kakteendünger pflegen, wenn man das Gefühl hat, sie bräuchte Extra-Pflege. Generell gilt aber für Aloe Pflanzen, dass diese oft eher an Überpflegung leiden, da sie relativ anspruchslos sind.

Vermehrung
Die Aloe kann man durch Stecklinge, Samen oder Ableger vermehren. Wichtig ist, dass die jungen Pflanzen auf einen hellen, aber nicht zu heißen und zu sonnigen Standort gestellt werden, da sie zuviel Sonne noch nicht vertragen. Außerdem brauchen sie einen nährstoffarmen Boden, zum Beispiel sandig-lehmiger, trockener, kalkhaltiger Boden.

Schädlinge und Krankheiten
Schnell kann es als Folge des Übergießens zur Wurzelfäule kommen. Das passiert vor allem, wenn sie von oben gegossen wird und es anschließend zu Staunässe kommt, oder aber die Erde nicht durchlässig genug ist. Wenn die Fäule noch nicht zu weit fortgeschritten ist, hilft ein schnelles Umtopfen in eine trockenes Substrat.
Ist der Standort im Sommer wiederum zu trocken, kann es bei der Aloe Pflanze zu einem Befall mit Woll- und Wurzelläusen kommen.