Aloe Vera in der Kosmetik - Anbau und Verarbeitung

Gerade wegen ihrer extrem hohen und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaft, greift man gern zu Cremes mit Aloe Vera. Auch viele Allergiker, die eine sehr trockene Haut durch Krankheiten wie Neurodermitis haben, schwören auf Aloe-Cremes und Pflegeprodukte.


Kosmetik mit Aloe Vera ist aus den Regalen sämtlicher Drogeriemärkte nicht mehr wegzudenken. Doch woher kommt die “Wunderpflanze” und wie wird sie verarbeitet?

Anbau

  • Die Aloe Vera wird mittlerweile in vielen tropischen und subtropischen Gegenden angebaut, besonders auf einem lehm- und kalkhaltigen Boden fühlt sich die Pflanze wohl und kann dort prächtig gedeihen. Der Boden sollte aber nicht zu feucht sein, auf trockenem und sandigen Boden sollte eine Aloe stehen.
  • Wichtig beim Anbau ist, dass dieser streng biologisch verläuft, denn Aloe Vera Pflanzen sind sehr empfindlich und da sie in der Kosmetik Verwendung finden und mit empfindlichen Hautpartien in Berührung kommen, muss gewährleistet sein, dass sie frei von Schadstoffen und Pestiziden sind. Nummer eins, was den Export der grünen Pflanze betrifft, ist momentan Amerika.

Ernte 

  • Die Aloe Vera Pflanze ist keineswegs ein schnell produziertes Massenprodukt. Es dauert drei lange Jahre, bis sie geerntet werden darf. Dabei ist es außerdem wichtig, dass die Pflanze nie komplett aus dem Boden gerissen wird.
  • Es werden immer nur die ganz äußeren Blätter mit einem feinen, sauberen Schnitt abgetrennt. Normalerweise und bei bestem Vorgehen wird das Blattmark von der Blattrinde getrennt, sodass das im Inneren enthaltene Aloe-Gel aus der Pflanze gelangen und konserviert werden kann.

Verarbeitung

  • Ist die Pflanze nach drei Jahren das erste Mal abgeerntet worden, können danach alle drei bis vier Monate die äußeren Blätter entnommen werden. Zehn Blätter müssen allerdings immer an der Pflanze verbleiben, damit eine uneingeschränkte Regenerierung möglich ist.
  • Ein weiterer Punkt, der unbedingt bei der Verarbeitung des Gels beachtet werden muss, ist, dass es schnell mit Sauerstoff oxidiert. Daher muss eine Verarbeitung so schnell es geht und binnen von sechs Stunden abgeschlossen sein.

Nur Qualität hilft

  • Hochwertige Aloe Vera-Produkte zeichnen sich durch eine besonders schonende und unverzügliche Verarbeitung aus. Da jegliche Form des Pflanzenprodukts auf empfindliche oder entzündliche Hautstellen aufgetragen wird, muss und darf die Verarbeitung nur steril durchgeführt werden. Schutzkleidung ist daher ein Muss!
  • Die lange Haltbarkeit wird durch ein speziell für diese Substanz entwickeltes und patentiertes Stabilisierungsverfahren erreicht. Herkömmliche Anwendungen wie Pasteurisierung und Co. zeigten vorher keinerlei Wirkung.