Als Geisteswissenschaftler in die Selbstständigkeit

Eine Möglichkeit für Geisteswissenschaftler sich beruflich zu verwirklichen, bietet die Selbstständigkeit.


Sieht man sich als Geisteswissenschaftler nicht in einer Festanstellung oder bekommt zunächst keine Möglichkeit geboten einer Anstellung nachzugehen, gibt es die Alternative sich selbstständig zu machen.
In vielen Bereichen gibt es nicht die Möglichkeit einer Festanstellung. Beispielsweise ergäbe das für Künstler keinen großen Nutzen. Aber auch in anderen Bereichen ist es sinnvoll darüber nachzudenken, ob man sich nicht in das Wagnis Selbstständigkeit wirft. Entscheidet man sich allerdings nur dafür, um einen Job zu haben, da zurzeit nichts in Aussicht steht, investiert man nicht genügend Zeit, Geld und Ideen in das eigene Unternehmen und wird wahrscheinlich auch nicht glücklich damit werden. Daher sollte eine erfolgreiche Existenzgründung gut überlegt sein und mit dem nötigen Elan durchgeführt werden.

Freiberufler oder Gewerbetreibender
Die Selbstständigkeit kann als Freiberufler oder Gewerbetreibender ausgeführt werden. Der Unterschied liegt in den speziellen beruflichen Inhalten und ist nicht immer einfach zu unterscheiden. Als Freiberufler gelten Personen, die einer wissenschaftlichen, künstlerischen, schriftstellerischen oder erzieherischen Arbeit nachgehen, die eine höhere Bildung erfordert.
Die klassischen Gewerbe hingegen bewegen sich in den Bereichen:

  • Handelsbetriebe
  • Handwerks- und Industriebetriebe 
  • Gaststättenbetriebe 
  • Dienstleistungsunternehmer 
  • Vermittlungstätigkeiten (zum Beispiel Makler)

Bei der IHK oder dem Finanzamt kann man sich nähere Informationen einholen. Bei letzterem muss man sich als Freiberufler auch eine eigene Steuernummer geben lassen. Ein Gewerbe muss beim zuständigen Amt angemeldet werden und erfordert dann auch die Zahlung einer Gewerbesteuer. Als Selbstständiger ist es zudem erforderlich eine genaue Buchführung zu führen.

Bereiche der Selbstständigkeit
Wer überlegt, in welchen Bereichen sich denn Geisteswissenschaftler selbstständig machen könnten, dem seien hier ein paar Anregungen gegeben. Je nach Studieninhalten und persönlicher Weiterbildung ergeben sich folgende Wirkungskreise: Übersetzer, Dolmetscher, Sprachlehrer, Berater, Journalist, Reiseführer sowie Dozent in der Aus- und Weiterbildung. Dazu muss gesagt werden, dass viele dieser Berufe sowieso meist der Selbstständigkeit bedürfen, da es schon üblich geworden ist beispielsweise freiberufliche Journalisten zu engagieren anstatt sie festanzustellen einzugehen.

Finanziell betrachtet
Das Gehalt bei selbstständigen Geisteswissenschaftlern liegt meist unter dem Selbstständiger aus anderen Fachbereichen wie Ingenieuren. Oft liegt dies auch daran, dass es Geisteswissenschaftlern nicht um das große Geld geht, sondern um die Verwirklichung ihrer Ideen sowie dem gesellschaftlichen Nutzen. Trotz aller Ideologie, müssen auch Geisteswissenschaftler auf dem Weg in die eigene Existenzgründung eine gute Geschäftsidee vorweisen und einen Business-Plan aufstellen können. Daher ist es ebenfalls erforderlich sich in neue Bereiche wie Management sowie Recht und Finanzen einzuarbeiten, um seine Idee effektiv umsetzen zu können.

Mehr zum Thema Existenzgründung und Selbstständigkeit finden Sie auf den Seiten des Studentenportals Audimax!