Als Werkstudent arbeiten - rechtliche Vorgaben

Studenten haben wenig Geld und Fördermittel sind sehr schwer zu erhalten. Daher bietet es sich an, als Werkstudent arbeiten zu gehen, um die Kasse ein wenig aufzufüllen.


Die meisten Studenten leben eng an der Existenzgrenze. Aber eine gute Ausbildung, beziehungsweise ein Studium ist heutzutage eine gute Grundlage, um im späteren Leben ein sicheres Standbein zu haben und eine eventuelle Familie sicher versorgen zu können. Fachkräfte oder Studierte sind gefragtes Personal in den meisten Betrieben und Firmen. Als Werkstudent zu arbeiten kann ein Anfang sein.

Arbeitszeiten und Kosten, um als Werkstudent arbeiten zu können

  • Im Prinzip kann sich jeder, der als Werkstudent arbeiten gehen möchte, den besten Arbeitgeber aussuchen. Für den Stundenlohn werden keine Grenzen gesetzt, doch sollten sie nicht über 20 in der Woche liegen. Falls es mehr Stunden sind, muss eine detaillierte Begründung vorgelegt werden, da sonst der Verdacht aufkommt, der Student ist nur Student wegen der niedrigen Sozialversicherungsbeiträge. Die Krankenkassen sind da sehr genau und überprüfen dies auch gelegentlich. Daher ist es ratsam, sich an die vorgegebenen Maximalstunden zu halten.
  • Ein weiterer positiver Effekt ist die Beantragung der Lohnsteuerkarte, da viele Arbeitgeber sonst einen Pauschalbetrag für Lohnsteuern zu zahlen haben, dieser ist meist teurer und einige Arbeitgeber nehmen dann einen Werkstudenten nicht an. Die Chance als Werkstudent arbeiten zu können ist mit einer Lohnsteuerkarte wesentlich höher.

Kosten für den Studenten und den Arbeitgeber

  • Der Arbeitgeber hat selbstverständlich Lohnsteuer abzuführen und die Rentenversicherung ist vom Bruttolohn mit 9,75 Prozent zu berechnen. Nicht in der Abrechnung berücksichtigt werden müssen Kranken- und Pflegeversicherung. Das zahlt der Werkstudent selbst, ebenso wie den Anteil an der Rentenversicherung. Wer als Werkstudent arbeiten geht, ist von der Arbeitslosenversicherung befreit. Diese muss also weder vom Arbeitgeber noch vom Arbeitnehmer gezahlt werden.
  • Studenten können auch auf einer 400-Euro-Basis angemeldet werden. Das ist dann eine Regelung zwischen den beiden Parteien.
  • Viele Studenten nutzen die Semesterferien als Arbeitszeiten, da hier die Stundenbegrenzung aufgehoben ist. Eine Überprüfung des Studentenstatus findet durch die Krankenkassen nicht statt, da in dieser Zeit keine Vorlesungen oder Prüfungen anstehen.

Möglichkeiten, wenn man als Werkstudent arbeiten geht

  • In erster Linie geht es darum, berufspraktische Erfahrungen zu sammeln. Studenten werden von Firmen gern genommen, da sie frisches Blut und neue Ideen hineinbringen. Sie sind offener für Veränderungen und Verbesserungsvorschläge, da es sich bei den Studenten um Außenstehende handelt, die einen völlig anderen Blickwinkel genießen.
  • Arbeitet ein Werkstudent auf 400-Euro-Basis, ist das eventuell für beiden Seiten von Vorteil. Es besteht dann eine Sozialversicherungsfreiheit und im Endeffekt hat der Student mehr verdient, als wenn er auf Stundenbasis arbeiten geht, da die Abzüge dann wesentlich höher sind. Überschlagen gerechnet, kann man davon ausgehen, dass jemand, der als Werkstudent arbeiten geht, in etwa 10 Prozent seines Verdienstes abführen muss. Eine genaue Überlegung der Abrechnungsmethode und die Kalkulation der entstehenden Kosten, wie Fahrgeld beispielsweise, sind von großem Vorteil.