So vielfältig wie die Heilverfahren sind auch die Möglichkeiten der Diagnostik in der Alternativmedizin. Als besondere Herausforderung ergibt sich hier die Ganzheitlichkeit, die den alternativen Methoden zugrunde liegt. Das heißt, dass der gesamte Körper untersucht wird, wobei spezielle Aspekte, die besonders prägnant für die Art der Diagnostik sind, einbezogen werden. Zum Beispiel werden in der traditionellen chinesischen Medizin sechs verschiedene Pulse gemessen, diese sind abhängig von Statur und Geschlecht des Patienten, sowie der Jahres- und Tageszeit und der Region in der man sich befindet.
Durchführung
Alternative Diagnoseverfahren betrachten häufig einen festgelegten Teil des Körpers. Dabei wird die Symptomatik des Patienten mit Diagnoseschemata verglichen, die darauf schließen lassen, wo der Ursachenherd im Körper sitzt. Im Bereich der Irisdiagnostik, einer Diagnoseform der klassischen Heilpraktik, gibt es drei Hauptkategorien der Diagnose, die sich jedoch zum Teil widersprechen. Es herrscht also keine einheitliche Regelung vor, wie eine Krankheit lokalisiert wird.
Diagnoseverfahren
Alternative Diagnoseverfahren lassen sich in zwei Kategorien teilen. Die eine ist die der akuten Diagnostik, die sich auf die aktuellen Symptome und ihre möglichen Ursachen stützt. Die andere beschäftigt sich mit der gesamten Krankheitsgeschichte des Patienten. Um den grundlegenden Unterschied aufzuzeigen, kann man die Verfahren der Blutkristallanalyse und der Haarmineralstoffanalyse vergleichen.
Akute Diagnostik
Bei ersterer kann, zum Beispiel, ein großes Blutbild gemacht werden, das Hinweise gibt, wo momentan, welche Fehlprozesse im Körper stattfinden. Der Heilkundler kann so zügig mit einer Therapie beginnen, da die Auswertung schnell und präzise ist. Sie beschäftigt sich aber lediglich mit den körperlichen Aspekten einer Fehlfunktion, seelische Hintergründe von Erkrankungen, schädigende Umwelteinflüsse, müssen vom Therapeuten erfragt und vom Patienten preisgegeben werden.
Ganzheitliche Diagnostik
Bei der Haarmineralstoffanalyse, die als Beispiel für eine ganzheitliche Diagnose dient, wird eine Haarprobe an ein Labor geschickt, dort erfolgt die detaillierte Auswertung aller negativen Einflüsse, denen der Patient ausgesetzt war. Anhand dieser Stoffanalyse kann der Heilpraktiker nicht nur versuchen herauszufinden, welche Altlasten bis jetzt auf den Patienten einwirken und wo sein körperlicher „Schwachpunkt“ liegt, sondern er kann präventiv auf Krankheiten reagieren, die noch in der Entwicklung sind. Da es sich hier um eine sehr komplexe Auseinandersetzung zwischen Therapeuten und Patienten handelt, sollte man sich bei der Wahl des Therapeuten, nicht davor scheuen mehrere Praxen zu testen oder sich Empfehlungen Anderer einzuholen.