Alternative Schmerztherapie oder Schmerzmittel?

Eine alternative Schmerztherapie kann manchmal normalen Schmerzmitteln die Stirn bieten.


Lange hat die Wissenschaft den Zusammenhang zwischen Körper und Psyche sträflich vernachlässigt. Erst mit dem Aufkommen der Alternativheilkunde ist klar: Auch die Seele muss heilen, wenn der Körper gesund werden und bleiben soll. Viele ganzheitliche Therapieansätze verfolgen dieses Ziel und erreichen damit ungeheure Erfolge. Auch die Schulmedizin hat nun erkannt, dass manchmal die Heilung des Körpers nicht ausreicht.

Alternative Schmerztherapie: Schmerzen der Seele lindern
Eine neue Studie belegt diesen Zusammenhang auf recht eindrucksvolle Weise. Anhand 1.800 älterer Patienten konnte nun bewiesen werden, dass durchaus eine Beziehung zwischen Geistigen und Körperlichem besteht. Ein Großteil der Versuchsgruppe, 56 Prozent, litten im Anfangsstadium der Untersuchung unter Gelenkschmerzen und Depressionen. Nach einer erfolgreichen Behandlung der Traurigkeit stellte sich heraus, dass auch die körperlichen Schmerzen weniger geworden waren. Die Probanden fühlten sich gesünder und beurteilten ihre Lebensqualität positiver als vor der Studie. Der Grund für die Besserung der allgemeinen Befindlichkeit liegt in der Verknüpfung aus Schmerzwahrnehmung und Stimmungsmodulation. Wer kennt dieses Phänomen nicht: nach einem schlechten Tag im Büro stellen sich Kopfschmerzen ein, die nach einem entspannenden Vollbad wie von selbst wieder verschwinden. Dies beweist, dass eine alternative Schmerztherapie durchaus in der Lage ist, normalen Schmerzmitteln Konkurrenz zu machen.

Ganzheitliche Behandlung
Was kann nun aus dieser Studie gelernt werden? Das Zusammenspiel aus Arzt und Patient wird immer bedeutender. So sollten Mediziner nicht nur die offensichtlichen körperlichen Krankheiten wahrnehmen, sondern auch auf die unausgesprochenen Nuancen achten. Denn oft kann ein Zusammenhang zwischen Erkrankung und dramatischem Lebensabschnitt festgestellt werden. Ein chronisch gewordener Rückenschmerz nach der Pensionierung oder gehäufte Migräneanfälle nach der Beförderung- manchmal zeigt sich auf frappierende Weise eine Beziehung zwischen Erkrankung und Veränderung im Leben. Nicht immer besteht solch ein Zusammenhang, doch es lohnt sich allemal danach zu suchen, gerade, wenn sich der Erfolg einer Behandlung für eine ungewöhnlich lange Zeit nicht zeigen will.