Alternative Schule - welche ist die Beste für Ihr Kind?

Hier können sie mehr über die alternative Schule wie z.B. die Waldorf- oder Montessorischule lesen. Die Frage, wie ihr Kind erzogen werden soll, sollten sie sich vorher stellen und innerhalb der Familie besprechen.


Alternativen zu der Regelschule gibt es viele, doch welche Schule ist die Beste für Ihr Kind? Zuallererst müssen Sie sich klar werden, welche Ansprüche Sie an die Schule stellen. Soll das Kind in der Schule anti-autoritär erzogen werden und nach eigenen Rhythmus lernen? Oder einem Lehrplan folgen? Ganz ohne externe Einflussnahme das lernen, was es möchte, ist ebenfalls möglich. Oder soll das Kind mit Lob und Kritik aufwachsen? Und was sind Sie bereit für die schulische Erziehung Ihres Kindes zu zahlen? Über all diese Punkte sollten Sie nachdenken, wenn Sie Ihr Kind in eine alternative Schule schicken möchten.

Jenaplan-Schule

  • In Jenaplan-Schulen lernen die Kinder nicht in Klassen, sondern in altersgemischten Stammgruppen. So können jüngere Schüler von den Älteren lernen und die älteren Kinder lernen von den Jüngeren. Es gibt Lehrpläne, die erfüllt werden müssen. Und es gibt Zeitrahmen, die zu beachten sind. 
  • Trotzdem kommt die Schule ganz ohne Noten und Zeugnisse aus, stattdessen gibt es detaillierte Berichte über die Lernentwicklung des Schülers. Der Nachteil der Jenaplan-Schulen ist, dass hier nicht die Selbstständigkeit und das Individuum im Vordergrund stehen, sondern die Gemeinschaft.

Freinet-Schule

  • Freinet-Schulen verzichten auf den Frontalunterricht und ersetzen ihn durch selbstbestimmten Schülerunterricht. Nach demokratischen Prinzipien stimmen die Schüler darüber ab, was sie lernen wollen. Hier zeigen sich die Parallelen zu der Sudbury-Schule. Der Nachteil dieser Schulen ist, dass Kinder zwar zum Lernen angeregt werden, jedoch nicht die Bildungstiefe erreichen, wie zum Beispiel ihre Altersgenossen an den Jena-Schulen.

Montessori-Schule

  • Montessori-Schulen gehen auch nach dem gleichen Prinzip der Freinet- und der Sudbury-Schulen vor. Sie schaffen Lernmomente, welche die Kinder in Anspruch nehmen können aber nicht müssen. Doch die Schule geht auch noch einen Schritt weiter. Sie verzichten gänzlich auf Lob und Kritik, um die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes nicht zu gefährden. Jedoch sind sich Verhaltensforscher einig, dass Lob positiv verstärkend wirkt, wohingegen Kritik und Bestrafung dazu führen, dass negative Verhaltensweisen verschwinden. Ohne Lob lernen Kinder langsamer.

Waldorfschule

  • Die Waldorfschule, die bekannteste alternative Schulform hat sich zwar einem modernen Ansatz, der sozialen Gerechtigkeit im Bildungswesen verschrieben, jedoch ist sie was den Umgang mit Leistung angeht, weltfremd, denn die Kinder bekommen weder Noten noch Zeugnisse, ähnlich wie in Jenaplan-Schulen. Zudem ist die Schulgebühr meist sehr hoch, sodass die soziale Gerechtigkeit im Bildungswesen doch wieder auf der Strecke bleibt.

Laborschule

  • Die Laborschule in Bielefeld bietet das vernünftigste Programm. Zuallererst ist die Schule staatlich, sodass die Schulgebühren übersichtlich sind und Lehrpläne beziehungsweise pädagogische Vorgehensweisen staatlich geregelt und wissenschaftlich überwacht werden. Der Aspekt des erlebbaren Unterrichts wird im Klassenraum verwirklicht, der als Lebens- und Erfahrungsraum umgestaltet und mit vielen Lerngelegenheiten ausgestattet ist. Die Kinder lernen in ihrem eigenen Tempo, doch auch hier verzichtet man auf Noten und Zeugnisse.

Sudbury-Schule

  • Die Sudbury-Schule ist ebenfalls eine alternative Schule, die ganz ohne Autorität auskommt. Die Schüler können über ihre Zeit frei verfügen und entscheiden selbst was, wann und mit wem sie lernen. Die Kinder leben und lernen nach demokratischen Grundsätzen. Aber auch wenn die Kinder dort fürs Leben lernen, fehlt ihnen die breite Allgemeinbildung, die leistungsbezogene Schulen wie die Jenaplan-Schule vermitteln.