Alzheimer Erkrankung: Partnerschaftsprobleme

Ist der Partner an Alzheimer erkrankt, steht Ihnen eine bsonders harte Prüfung ins Haus. Stellen Sie sich darauf ein, dass Ihr Partner sich verändern wird. Auch die Persönlichkeit wird sich verändern. Partnerschaftsprobleme sind somit vorprogrammiert


Die Diagnose Alzheimer ist eine schwere Prüfung für jede Partnerschaft. Der Betroffene wird sich, vor den Augen des Partners, immer mehr verändern, denn auch die Persönlichkeit wird von der Krankheit beeinflusst. Mit fortschreitender Demenz wird der Betroffene seinen Partner nicht mal mehr erkennen. Sie sollten sich darauf einstellen, langsam von dem geliebten Menschen und auch den gemeinsamen Plänen und Träumen Abschied zu nehmen. Das bisherige Gleichgewicht zwischen den Partnern gerät aus den Fugen. Der gesunde Partner muss immer mehr Aufgaben übernehmen, während der kranke Partner an Einfluss in der Partnerschaft und seine Eigenständigkeit verliert. Tatsache ist, dass es dem Betroffenen immer schlechter gehen wird, bis er völlig pflegebedürftig ist.
Diese schmerzhaften Erfahrungen lassen das Bild, welches man vom Betroffenen hat, ins Wanken geraten. Es wird sich langsam aber sicher verändern. Je höher die emotionale Bindung zwischen den Partnern ist, desto höher wird auch die psychische Belastung. Gefühle wie Trauer, Ohnmacht, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit sind völlig normal. Scheuen Sie sich nicht, Hilfe bei Freunden oder Selbsthilfegruppen zu suchen. Auch der Besuch eines Psychologen kann durchaus sinnvoll sein.
 

Sexualität
Auch beim Thema Sexualität kann sich einiges ändern. Wenn der Betroffene den Partner nicht mehr erkennt, muss dieser sehr einfühlsam vorgehen. Angeraten sind in diesem Fall eher zärtliche Gesten und Streicheleinheiten statt Sex.
Einige Erkrankte zeigen ein sehr aufdringliches sexuelles Verhalten, das dem Partner sehr unangenehm sein kann. Dadurch wird eine Distanz zwischen den Partnern geschaffen, die sich gar in getrennten Schlafzimmern niederschlagen kann. Auch bei diesem wichtigen Thema sollte man nicht davor zurückschrecken einen Psychologen aufzusuchen.
 

Aggression
Wenn der Erkrankte dem Partner gegenüber aggressiv wird, ihn beschimpft und beleidigt, sollte das nicht persönlich genommen werden. Es ist ein Teil des Krankheitsbildes. Man sollte auf die Provokation nicht eingehen und sie, wenn möglich, völlig ignorieren, um das streitlustige Verhalten nicht zu fördern. Stattdessen sollte man dem Betroffenen das Gefühl geben, dass man ihn versteht, damit er eine harmonische Umgebung spüren kann. Das lässt ihn ruhiger werden, die Aggressionen werden schwächer und der Betroffene fasst wieder Vertrauen in den Partner.
 

Die verbleibende Zeit genießen
Wird die Diagnose Alzheimer gestellt, genießen Sie die Zeit, die Ihnen noch bleibt, so intensiv wie möglich. Machen Sie das, was Sie schon immer tun wollten. Gehen Sie zum Beispiel auf eine schon lang gewünschte Reise. Die verbleibende Zeit ist kostbar, machen Sie das Beste daraus.