Alzheimer - häufige Demenzerkrankung

Die Alterskrankheit Alzheimer (Morbus Alzheimer) ist eine sehr verbreitete Demenzerkrankung. Typisch auch für diese Erkrankung ist, dass Gedächtnis und Denkvermögen immer mehr nachlassen.


Die Alzheimerkrankheit, auch Morbus Alzheimer genannt, gehört zu den degenerativen (rückbildenden) Erkrankungen des Gehirns. Es ist die mit etwa 60 Prozent häufigste Form von Demenz. Zurzeit leiden über eine Million Menschen, allein in Deutschland, an dieser Krankheit, die Zahlen nehmen jedoch Jahr für Jahr zu. Dieser Umstand ist allerdings auf die steigende Lebenserwartung zurückzuführen, denn die Krankheit tritt meist erst nach dem 65. Lebensjahr auf. Im Alter von 90 Jahren leidet bereits jeder Dritte an Alzheimer.

Verlauf der Erkrankung
Im Verlauf der Krankheit sterben die Nervenzellen im Gehirn ab. Ein eindeutiges Merkmal dieser Entwicklung sind Ablagerungen bestimmter Eiweißproteine in den betroffenen Zellen. Die Folge ist, dass die Erkrankten vergesslich und orientierungslos werden. Auch die Fähigkeit zu sprechen und sich zu bewegen, geht nach und nach verloren. Die Krankheit schreitet immer weiter fort, bis der Patient im letzten Stadium bettlägrig und so geschwächt ist, dass auch das Immunsystem versagt. Die häufigste Todesursache stellt eine Lungenentzündung dar.
Die unheilbare Alzheimererkrankung führt nach durchschnittlich sieben bis 20 Jahren zum Tod.

Was ist eine Demenz?
Als Demenz werden solche Krankheiten bezeichnet, die durch das allmähliche Absterben von Nervenzellen entstehen. Im Verlauf der Krankheit tritt über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten eine Verschlechterung der kognitiven Leistungen auf. Dies bedeutet, dass die Patienten zunehmend vergesslich werden, die Koordinations- und Orientierungsfähigkeiten rapide abnehmen und das sprachliche Vermögen schwindet. Häufig sind auch Persönlichkeitsveränderungen zu beobachten.

Vergesslich oder dement?
Eine Demenz beginnt mit Symptomen wie Vergesslichkeit und Verwirrtheit. Aber wie kann man diese Symptome von normalen, altersbedingten Problemen unterscheiden? Da die Demenz meist bei alten Menschen auftritt, ist das Anfangsstadium nicht leicht zu erkennen, denn es gehört meist zum gewöhnlichen Alterungsprozess ein bisschen zerstreut zu werden.

 

Demenzerkrankung Altersvergesslichkeit

 Vergesslichkeit wird stärker.

 Vergesslichkeit bleibt gleich.

Vergessen wichtige Dinge, wie Papiere oder Sparbuch.

 Vergessen Kleinigkeiten, wie Schlüssel oder Brille.

Vergessen für immer.

Erinnern sich später.

Vergessen ganze Geschehnisse, einen Besuch von Freunden oder gar einen Todesfall.

Vergessen Teile von Gesprächen oder Situationen.

Notizzettel überfordern sie.

Können Notizzettel zu Hilfe nehmen.

Wortfindungsstörungen oder Orientierungsprobleme

Keine weiteren Symptome.

Unterschiede der Symptome bei Altersvergesslichkeit und demenzbedingter Vergesslichkeit im Überblick 
 
Bei einer Demenzerkrankung treten die Anzeichen wie Vergesslichkeit und Verwirrtheit intensiver auf, als es altersbedingt der Fall wäre, auch werden sie mit der Zeit immer stärker.
Alte Menschen erinnern sich hin und wieder nicht daran, wo sie ihre Schlüssel oder die Brille abgelegt haben. Demenzerkrankte hingegen wissen oft nicht, wo sich – zum Teil wichtige – Gegenstände befinden und können diese auch nach langem Nachdenken nicht wiederfinden. Auch bei Erinnerungen tritt dieser Unterschied zutage. Ältere Menschen können sich meist
Teile von Gesprächen oder Situationen nicht mehr ins Gedächtnis rufen, nach einer Weile fällt es ihnen aber wieder ein. Personen, die an Alzheimer leiden, vergessen ganze Geschehnisse, wie eine gerade zu sich genommene Mahlzeit, ein Besuch von Freunden oder gar den Tod des besten Freundes, für immer. Auch der Gebrauch von Hilfsmitteln wie Notizzetteln ist im gesunden Zustand kein Problem. Demenzkranke jedoch sind mit dem Umgang solcher Hilfen schnell überfordert. Schreitet die Krankheit weiter fort, kommen weitere Symptome zum Tragen, die eindeutig auf eine Demenz hindeuten, wie beispielweise Wortfindungsstörungen oder Orientierungsprobleme.