Alzheimer: Unterbringung im Pflegeheim?

Bei einigen Fällen von Alzheimer muss über eine UNterbringung im Pflegeheim nachdeacht werden. Man kann keine genauen Empfehlungen geben, ab wann Patienten in stationäre Pflege gegeben werden sollten.


Niemand möchte gerne sein Zuhause verlassen, das man selbst liebevoll eingerichtet hat und in dem zahlreiche Erinnerungen hängen. Es bietet Schutz und ein Gefühl der Sicherheit. Gerade bei der Alzheimer-Erkrankung ist es wichtig, in einer vertrauten Umgebung zu bleiben, denn die Vergesslichkeit und Orientierungslosigkeit machen sich auf unbekanntem Terrain noch stärker bemerkbar. Die Patienten werden verängstigt und hilflos. Nicht zuletzt spielt auch Geld eine Rolle, denn die Unterbringung in einem Pflegeheim ist teuer.
 

Argumente für eine Heimunterbringung
Demenz ist eine Krankheit, welche die Angehörigen schnell an ihre Grenzen stoßen lässt. Sie können die Anforderungen der Pflege nicht mehr bewältigen, ohne sich selbst dabei aufzugeben oder für die Sicherheit des Erkrankten zu garantieren. Besteht zum Beispiel eine hohe Gefahr, dass der Betroffene wegläuft, ist es besser, ihn in die Obhut von professionellen Pflegern zu geben. Durch Wutausbrüche und aggressive Schübe, die bei manchen auftreten, werden die Angehörigen selbst stark gefährdet. Große Orientierungslosigkeit und eine sehr hohe Pflegebedürftigkeit sind ebenfalls gute Gründe für eine Heimunterbringung. Wenn ein Pflegeheim in der Nähe der Angehörigen ausgesucht wurde, ist es Ihnen möglich, sich ein paar Stunden am Tag mit dem Patienten zu beschäftigen. Nur weil er in einem Heim lebt, ist dies kein Grund dafür, dass der Kontakt abbrechen muss. Manchmal ist es einfach das Beste für den Patienten, wenn man die Verantwortung geschultem Personal anvertraut.
 

Der richtige Zeitpunkt
Es ist ratsam, sich so früh wie möglich mit dem Thema „Heimunterbringung oder häusliche Pflege“ zu beschäftigen, sodass der Betroffene noch selbst Entscheidungen, wie die Wahl des Pflegeheims, treffen kann. Es existiert kein festgelegter Zeitpunkt, ab dem eine Heimunterbringung notwendig wird. Diese Entscheidung muss von Fall zu Fall getroffen werden. Es kommt darauf an, wie schnell die Krankheit fortschreitet, welche und wie stark die Symptome auftreten und wer oder wie viele Personen sich um den Patienten zuhause kümmern können.