Im Gegensatz zu unseren übrigen Getreidesorten, die zu den Gräsern zählen, gehört der Amaranth zu der Familie der Fuchsschwanzgewächse und gilt daher als „Pseudogetreide“ oder „Körnerfrucht“. Diese Pflanze kann zwischen einem halben und zwei Metern groß werden und stammt ursprünglich aus Südamerika. Die Fülle an Nährstoffen übertrifft unsere heimischen Getreidesorten um Längen, und da es glutenfrei ist, eignet es sich bestens für alle Menschen mit Glutenunverträglichkeit. Man nutzt vor allen Dingen die Samen der Pflanze, die vom Aussehen her etwa an Hirsekörner erinnern. Es ist allerdings auch möglich ihre Laubblätter als Gemüse zu essen. Die Körner der Pflanze haben einen etwas nussigen Geschmack und Geruch, und können sowohl als Vollkorn, als auch geschrotet oder als Mehl verwendet werden.
Nährstoffgehalt
Der Nährstoffgehalt ist gemessen an unseren heimischen Getreidesorten erstaunlich hoch. Selbst Vollkornvarianten können bei Amaranth nicht mithalten. So enthält es beispielsweise doppelt soviel Eisen, und ein Drittel mehr Ballaststoffe und Zink als beispielsweise Vollkornweizen. Der Protein- und Fettgehalt ist außerordentlich hoch und es enthält Mineralstoffe in relativ hohen Mengen, die in unserer Ernährung nur unzureichend vorhanden sind, beispielsweise Magnesium und Calcium. Der hohe Proteingehalt kann sich mit dem der Milch messen und der Eisengehalt ist ähnlich hoch, wie in Hülsenfrüchten und Ölen, was Amaranth für Sportler zu einem optimalen Nahrungsmittel macht. Es enthält außerdem wertvolle ungesättigte Fettsäuren, wie die Linol- und Alpha-Linol-Säure, die zum wertvollen Typ des Omega-3-Fettes gehören.
Durch den hohen Eisengehalt ist es ein Nahrungsmittel, das gerade für Schwangere und unter Blutarmut leidende Menschen sehr zu empfehlen ist.
Zubereitung
Amaranth kann sowohl für deftige pikante Speisen, als auch für Süßspeisen genutzt werden. Es eignet sich für Suppen, Aufläufe, Gemüsepfannen oder einfach als Beilage. Als nussiger knuspriger Zusatz wird Amaranth mittlerweile auch in der Lebensmittelindutsrie gerne bei Riegeln, Gebäck, in Fast Food, und wegen der Nährstoffdichte in Müsli oder auch in Baby- und Kleinkindnahrung verwendet. Man kann Amaranth zwar schlecht als Mehl verwenden, da das notwendige Klebereiweiß für das Backvolumen nicht enthalten ist, aber als Backzusatz kann man beispielsweise Amaranth-Brot backen, das eine wertvolle nahrhafte Ergänzung auf jedem Speiseplan ist. Rezepte mit Amaranth gibt es zuhauf. Mittlerweile gibt es sogar Bier auf Amaranth-Basis, da versucht wurde einen glutenfreien Bierersatz herzustellen.