Ameisenplage im Rasen bekämpfen

Nicht immer muss die Ameisenplage im Rasen mit chemischen Stoffen bekämpft werden. Auch biologische Mittel können helfen.


Ameisen sind durch ihre Emsigkeit besonders bewundernswert. Genau betrachtet sind sie wichtige Arbeiter in unseren Gärten. So können sie zum Beispiel mehr Bodenmaterial umlagern, als etwa der Regenwurm. Auch sind sie an der Verbreitung vieler krautartigen Pflanzen beteiligt. Doch treten diese fleißigen Insekten in grösseren Mengen auf, können sie leicht zum Ärgernis werden, etwa als Ameisenplage im Rasen.

Biologische Mittel in der Ameisenbekämpfung
Bevor man mit radikalen, chemischen Mitteln versucht die Ameisenplage im Rasen zu bekämpfen, sollte zuerst mit biologischen Mitteln versucht werden, Abhilfe zu schaffen. Sind andere Tiere, wie etwa Hunde oder Katzen, und ganz speziell Kinder, in der näheren Umgebung, sollte aus gesundheitlicher Sicht unter allen Umständen auf chemische Mittel verzichtet werden. Auf biologischer Basis hat sich zum Beispiel die Wermutjauche besonders bewährt. Dazu vermischt man zehn Liter Wasser mit 300 Gramm frischem und mit 30 Gramm getrocknetem Kraut. Die Brühe lässt man anschliessend zwei Wochen gären, bevor man sie über die Ameisensiedlung gießt. Weitere wirksame Aufgüsse können aus Majoran, Thymian, Lavendel, Rainfarn, Kampfer, Pfefferminze, Wachholder, Kapuzinerkresse und Holunder gewonnen werden. Eine Brühe aus Grapefruit-, Orangen- oder Zitronenschalen kann ebenfalls Abhilfe schaffen. Den Duft von Zimt mögen die Ameisen gar nicht. Streut man davon etwas um die Ameisenlöcher flüchten die Tierchen. Dies gilt auch für alle anderen stark riechenden Gewürzkräuter. Um die Brut der Ameisenplage im Rasen zu vernichten, kann Frischhefe mit Honig gemischt werden und zum Ameisenbau gebracht werden.

Die Ameise als gefährdete Tierart
Trotz der Ameisenplage im Rasen sollte beachtet werden, dass die Tierchen in Deutschland auf der Liste der gefährdeten Tierarten stehen. Rund drei Viertel der einheimischen Ameisen sind bedroht. Dies ist ein wichtiger Aspekt, der bei der Vernichtung von diesen Tierchen mit einbezogen werden sollte. Aus diesem Grund kann sich auch eine Umsiedlung der Krabbeltiere lohnen. Dazu nimmt man am besten Blumentöpfe und füllt diese mit feuchter Strohwolle und stülpt sie über die Kolonie. Nach und nach ziehen die Tiere in diese Behälter und können an eine andere Stelle umgesiedelt werden. Damit die Ameisenplage im Rasen reduziert werden kann, sollte man offene Komposte und offene Mülleimer vermeiden.