Amerikanisches Bett selber bauen - eine Anleitung

Wenn Sie ein Bett suchen, das höher ist als der deutsche Standard und Ihre Wirbelsäule perfekt unterstützt, sollten Sie darüber nachdenken sich ein amerikanisches Bett zuzulegen.


Ein amerikanisches Bett unterscheidet sich grundlegend von den Betten in deutschen Schlafzimmern. Es ist circa 60 bis 70 Zentimeter hoch und meist breiter als das Standartbett mit den 90 Zentimetern. Ein Fußteil gibt es meistens nicht.

Boxspring - also Bettkasten (Unterbett) – die amerikanische Bauweise
Ein amerikanisches Bett besteht aus einem Kasten (einer Boxspring), meist aus Holz oder einer Spanplatte, die mit einem Stoff verkleidet ist. Dafür kann man sowohl edle Stoffe wie Samt oder Damast, aber auch einfache Baumwollstoffe oder einen festen Drell, ein sehr dichtes Gewebe, verwenden. Für den Kasten lässt man sich im Baumarkt für die Längen eines Doppelbettes vier massive Fichtenplatten, oder welches Holz auch immer man bevorzugt, mit den Maßen 60 oder 70 Zentimeter mal 2 Meter zuschneiden. Das entspricht ungefähr den Ausmaßen eines King-Size Bettes. Verschraubt werden die vier Teile des Kastens jeweils mit Winkeln in den Ecken, welche man auch in jedem gängigen Baumarkt erhält. Der Kasten ist unten ebenfalls mit einer Holzplatte geschlossen, welche man sich heute auch ohne weiteres im Baumarkt passend zuschneiden lassen kann, um das Eindringen von eventuellem Hausstaub in ein amerikanisches Bett zu vermeiden. An die Innenseite dieser Unterplatte werden Spiralfedern geschraubt. Sie bilden quasi einen Ersatz zu dem uns bekannten Lattenrost. Auf der Oberseite des Kastens ist eine Untermatratze angebracht, die jedoch nicht als Schlafmatratze genutzt werden sollte. Sie stellt vielmehr ein Polster dar, um die Wirkung der Spiralfedern abzumildern und um diese den Schläfer nicht spüren zu lassen. Diese Untermatratzen sind meistens mit einem Drellbezug versehen. Dieser Stoff ist sehr fest und robust und neigt nicht dazu, sich schnell abzunutzen. Außerdem verhindert er, dass die Matratze zu sehr verrutscht.

Die Kunst der Verkleidung für ein Amerikanisches Bett
Wie zuerst schon erwähnt ist es üblich den Kasten mit Stoff zu verkleiden. Der Stoff wird in der passenden Größe zugeschnitten, das heißt die wirkliche Größe plus zwei bis drei Zentimeter Überschuss, um den Stoff an der Rückseite des Kastens zu befestigen. Die Enden des Stoffes werden über die Platte geschlagen und entweder auf die Platte geklebt (mit Holzkleber) oder mit einem Heftgerät und Heftklammern angeheftet. Wenn man möchte kann man zwischen Holzplatte und Stoff auch noch eine Schaumstoffplatte legen, um es etwas weicher zu machen oder die Ecken abrunden, um keine spitzen Kanten mehr zu haben.

Die Wahl der Matratze für ein Amerikanisches Bett
Auf diesen gefederten Unterbau kommt nun eine weitere Matratze, die wie bei jedem anderen Matratzenkauf, individuell nach Härtegrad, Material etc. ausgesucht wird. Zu beachten ist natürlich, dass man die passende Größe wählt. Ganz zum Schluss wird eine zusätzliche Auflage aus Kaltschaum oder Latex darauf gelegt und mit einem Spannbettuch bezogen, um es haltbar zu machen. Tagsüber liegt darauf eine lange, in der Regel bis zum Fußboden reichende, oft mit Spitzen verzierte Tagesdecke. Wie man oft in alten amerikanischen Filmen sieht, sind diese Betten oft eine wahre Polsteroase und auch in der Wirklichkeit wird auf Bequemlichkeit sehr viel Wert gelegt. Ein amerikanisches Bett, auch Continentalbett genannt, kennen die meisten nur als Hotelbett aber mit dieser Anleitung können sie sich den himmlischen und luxuriösen Schlafkomfort auch nach Hause holen.