Neuere Untersuchungen geben weiteren Aufschluss über mögliche Risikofaktoren. So soll eine hohe Blutgerinnung, erhöhte Werte des Schlafhormons Melatonin, aber auch ein erhöhtes Vorkommen der Aminosäure Homocystein für ein gesteigertes Herzinfarktrisiko verantwortlich sein. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die einen hohen Blutgerinnungsfaktor Fibrinogen besitzen, einem deutlich höheren Risiko unterlegen sind, in ihrem Leben einen Herzinfarkt zu erleiden. Raucher haben einen bedeutend höheren Fibrinogenwert als Nichtraucher.
Auch das geringere Vorhandensein des Hormons Melatonin steht im Verdacht, zu den Risikofaktoren für einen Herzinfarkt zu gehören. Wissenschaftler der Universität Wien fanden heraus, dass Menschen mit Herzproblemen nachts geringere Mengen des Hormons produzieren.
Hohe Werte der Aminosäure Homocystein – einem Stoffwechselzwischenprodukt – deuten ebenfalls auf ein erhöhtes Risiko hin. Bei ausreichender Versorgung mit essenziellen Vitaminen wird Homocystein im Körper weiter verarbeitet und stellt keine Gefahr mehr dar.