Andere wirkungsvolle Naturheilmittel bei einer Erkältung

Neben Arnika, Echinacea und Umckaloabo eignen sich auch andere Naturheilmittel bei einer Erkältung. Hierzu zählen Fenchel, Eukalyptus und die Bartflechte.


Bartflechte
Bei der Bartflechte handelt es sich um eine Lebensgemeinschaft zwischen einer Alge und einem Pilz. Die unscheinbar wirkenden Pflanzen wachsen vornehmlich an Baumrinden oder Felsbrocken im Gebirge. Obgleich die Bartflechte eine Vielzahl der Wirkungen aufweist, die auch andere Heilpflanzen besitzen, ist sie doch in einer Hinsicht einzigartig: Sie enthält eine antibiotische Substanz (Useninsäure), die in dieser Form nur in der Bartflechte zu finden ist. Zudem enthält sie bestimmte Zuckerverbindungen, die bewirken, dass auch das Immunsystem angeregt wird. Besonders bei leichten Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenbereich entfaltet die Bartflechte seine vielfältigen Wirkungen. Ein heilsamer Erkältungstee ist schnell zubereitet und getrunken.

Die Wirkungen der Bartflechte:

  • hustenmildernd
  • sekretionsanregend
  • krampflösend
  • antimikrobiell

Eukalyptus
Der Klassiker der Naturheimittel bei einer Erkältung ist und bleibt Eukalyptus. Als Tee, ätherisches Öl oder Inhalation entfaltet es seine positiven Wirkungen im erkrankten Körper.

Das Besondere an der Eukalyptus-Pflanze ist die Substanz Soledum-Cineol, die aus den Blättern gewonnen wird. Diese wirkt stark entzündungshemmend, schleimlösend, antibakteriell und abschwellend. Gelangt sie an Ort und Stelle der Entzündung – also zum Beispiel zu den Bronchien oder in die Nasennebenhöhlen – beginnt sie zu wirken. Der Eukalyptus befreit von zähem, fest sitzendem Schleim und unterstützt das Immunsystem, gegen die Entzündungen der Schleimhäute vorzugehen.

Jedoch muss auch bei Eukalyptus auf die Dosierung Acht gegeben werden, denn wenn es in höheren Mengen eingenommen wird, ist es giftig. Bei Inhalationen sollte zudem darauf Wert gelegt werden, dass sich keine Kinder im Raum befinden, denn für diese sind die ätherischen Öle schädlich und können Krämpfe auslösen.

Fenchel
Auch Fenchel wird gern als Naturheilmittel bei Erkältungen eingesetzt, denn alle Teile der Pflanze sind angereichert mit wertvollen bioaktiven Substanzen. Ob als Tee, Aufguss, Öl oder einfach als Bestandteil einer leckeren Mahlzeit – die Heilpflanze kann ganz unterschiedlich verarbeitet werden. Sogar als Gurgelwasser, etwa bei Halsschmerzen, oder als ausgepresster Saft kann Fenchel eingesetzt werden. Vor allem bei einer Inhalation kann der Fenchel mit seinen unzähligen Wirkstoffen punkten. Die beiden ätherischen Öle Anethol und Fenchon sind hier besonders zu erwähnen, denn sie erleichtern das Abhusten und lassen die Schleimhäute abschwellen, sodass man wieder befreiter durchatmen kann. Zudem wirken die Öle krampflösend.