Anfangsnahrung, auch Ersatzmilchprodukte oder Formulanahrung, sind die Alternative für alle Mütter, die aus persönlichen oder medizinischen Gründen nicht stillen. Dabei handelt es sich um in Pulverform erhältliche Fertigprodukte, die vor jeder Mahlzeit neu angerührt werden müssen. Sie erlauben eine sichere und einfache Zubereitung. Diese Formulapräparate sind zwar nicht hundertprozentig identisch mit der Muttermilch aber sie ermöglichen dem gesunden Neugeborenen ein gleichwertiges Wachstum und eine adäquate Entwicklung wie bei gestillten Babys. Ersatznahrung enthält alle nötigen Nähr- und Aufbaustoffe für die jeweilige Altersstufe. In der Zusammensetzung orientiert sie sich – in Bezug auf Energiegehalt, Protein, Kohlenhydraten, Fette, Mineralien und Vitaminen – an reifer Muttermilch. Die Grundlage der meisten Ersatzprodukte ist Kuhmilch, diese nennt man auch Säuglingsmilchnahrung.
Keine weitere Nahrung
In den ersten sechs Monaten sollte die Nahrung des Babys ausschließlich aus Milch bestehen, entweder aus der natürlichen Muttermilch oder dieser künstlichen Säuglingsanfangsnahrung. Weitere Nahrung wie Breikost oder gar Erwachsenenlebensmittel sind nicht nur überflüssig sondern auch schädlich. Ersatzprodukte werden in einem Stufensystem unterteilt in Anfangs- und Folgenahrung, diese Stufen sind dann jeweils noch weiter gestaffelt.
Mögliche Nachteile von Anfangsnahrung
Obwohl die Hersteller versuchen, die Ersatznahrung in ihrer Zusammensetzung der Muttermilch anzugleichen, besitzt sie dennoch einige Nachteile gegenüber der natürlichen Variante. So bietet die Formulanahrung keinen so umfassenden Schutz vor Infektionen und Erkrankungen, außerdem wurden des Öfteren härtere Stühle beobachtet, auch Verstopfungen treten statistisch häufiger auf als bei der Muttermilchernährung.