Der Erreger der Dornwarzen ist das ansteckender HPV-Virus (Humanes Papillomavirus). Von diesem Virus existieren rund 100 verschiedene Untertypen. Vom Zeitpunkt der Infektion bis zum Auftreten der Warze können wenige Wochen oder mehrere Monate vergehen. Abhängig davon, mit welchem Virustyp man sich infiziert hat, kann eine Warze vier Wochen nach der Ansteckung ausbrechen oder erst nach 8 Monaten.
Dieser lange Ansteckungszeitraum (Inkubationszeit) macht es sehr schwer, im Nachhinein festzustellen, wo man sich infiziert hat. Eine Warze ist hochansteckend. Das führt oft dazu, dass sich an einer infizierten Hautstelle oft weitere Warzen bilden. Um dies zu verhindern, sollte es der Betroffene unbedingt vermeiden, eigenständig an der Warze herumzumanipulieren. Das heißt, weder sollte er an der Warze herumkratzen, noch versuchen, sie selbst zu entfernen. Die Viren gelangen durch einfachen Hautkontakt in den Körper. Patienten, die unter trockener, rissiger Haut leiden oder sich kleine Hautverletzungen zugezogen haben, bieten dem Virus eine ideale Eintrittspforte.
Ansteckung mit Dornwarzen
Eine Warze bekommt man nicht nur durch direkten Körperkontakt. Besonders in Schwimmbädern oder in der Sauna ist die Gefahr groß, sich mit dem Virus zu infizieren. Das feuchtwarme Klima bietet dem Erreger ideale Überlebensbedingungen. Im Schwimmbad wird die Haut durch den intensiven Wasserkontakt ausgetrocknet. Der schützende Talgfilm (Hautfett), der die Haut normalerweise vor äußeren Eindringlingen schützt, kann seine Schutzfunktion in diesem Fall nicht mehr optimal wahrnehmen. Infizieren kann man sich auch durch den Kontakt mit Handtüchern, die vorher mit einer Dornwarze in Berührung gekommen sind.
Wie schützt man sich vor einer Infektion?
Wichtig ist es, dafür zu sorgen, dass die obere Hautschicht nicht austrocknet. Besonderes Augenmerk sollte hierbei auf die Hände gelegt werden. Man schüttelt tagtäglich vielen Menschen die Hand und hat Kontakt mit unzähligen Gegenständen, an denen sich das Virus befinden könnte. Infizieren kann man sich beispielsweise an einem Haltegriff im Bus, am Besteck in der Kantine oder an einer gemeinsam gelesenen Tageszeitung. Um die Ansteckungsgefahr zu verringern, sollten die Hände regelmäßig mit einer fetthaltigen Handcreme eingerieben werden.
Personen, die zu starkem Hand- oder Fußschweiß neigen, sollten so gut wie möglich dafür sorgen, dass die Haut an Händen und Füßen weitest gehend trocken gehalten wird. Auch eine starke Schweißbildung kann dazu beitragen, dass die oberste Hautschicht durch das feuchte Klima austrocknet. Den Viren wird es auf diese Weise leichter ermöglicht, den Körper zu betreten.
Schutz in Schwimmbad und Sauna
In der Sauna oder im Schwimmbad ist es sinnvoll, geeignete Badeschuhe zu tragen und nicht barfuß zu laufen. Die Benutzung von Fußduschen oder sonstigen Desinfektionsmöglichkeiten bietet keinen zuverlässigen Schutz - durch den Desinfektionsvorgang wird die Haut nur zusätzlich ausgetrocknet. Nach einem Schwimmbadbesuch müssen die Füße gut abgetrocknet werden – auch in den Zehenzwischenräumen – und die Haut anschließend mit einer schützenden Creme eingerieben werden.
Nicht nur im Schwimmbad, sondern auch bei der täglichen Körperhygiene ist besondere Aufmerksamkeit auf den Umgang mit Handtüchern zu legen, die ebenfalls eine Infektionsquelle darstellen können. Die Handtücher sollten generell sehr oft gewechselt und selbstverständlich mit keinem anderen Familienmitglied geteilt werden. Aus hygienischen Gründen ist es zu vermeiden, dass mit einem Handtuch, das man für das Gesicht verwendet, nicht auch gleichzeitig die Füße oder andere Körperregionen abgetrocknet werden.