Stoffwechselprodukte oder künstliche Abarten davon. Gehören zur Gruppe der Chemotherapeutika und werden von Mikroorganismen wie Schimmel- oder Strahlenpilzen und Bakterien erzeugt. Ideal um Parasiten , wie Mikroben, an ihrer Ausdehnung zu hindern, ohne körpereigene Zellen anzugreifen. Neben Schmerzmitteln sind sie die gebräuchlichsten Medikamente und hilfreich bei Prophylaxe vor OPs oder gegen bakterielle Infektionen. Extrem sicher, selbst bei Überdosis so gut wie nie tödlich. Klassischerweise eingeteilt in:
Penicilline
Vor allem: Penicillin V, Propicillin, Azidozillin
Aminopenicilline
Vor allem: Ampicillin, Amoxicillin
Cephalosporine
Vor allem : Cefaclor, Cefradin
Lincomycine
Vor allem: Lincomycin, Clindamycin
Tertracycline
Vor allem: Doxycyclin, Tetrazyclin
Nitroimidazole
Vor allem: Metronidazol
Makrolide
Vor allem: Erythromycin
Aminoglykoside
Vor allem: Gentamycin, Streptomycin
Wirkung:
- Angriff auf Außenhülle der Bakterien. Folge :Absterben .
- Hemmung der Eiweißsynthese in der Bakterienzelle
- Hemmung der Stoffwechselprozesse der Bakterienzelle.
Sobald die Immunabwehr eines Patienten eine bakterielle Infektion nicht alleine in den Griff bekommt, empfehlen sich Antibiotika, allerdings sollte man dabei im Kopf behalten, dass Bakterien extrem anpassungsfähig sind und immer mit Resistenz reagieren. Vier Gruppen von Nebenwirkungen sind bekannt:
allergische Reaktionen:
Extremste Form ist der selten vorkommende anaphylaktische Schock.
biologische Reaktionen:
Durch Zerstörung körpereigener Bakterien der Mundhöhle (Haarzunge) und des Darms (Durchfallerkrankungen).
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten:
Etwa das Versagen der Anti-Baby-Pille.
toxische (giftige) Nebenwirkungen:
Sehr selten.
Zahnärzte greifen i.d.R. zu Antibiotika bei eitrigen Infektionen, nekrotisierenden Zahnfleischentzündungen, akuten, eitrigen Speicheldrüsenentzündung, akuter und chronischer Osteomyelitis, Aktinomykose, aber auch im Falle von Prophylaxe. Infektionen im Mundbereich werden meist von grampositiven Bakterien (Streptokokken, Staphylokokken) verursacht, die man wahlweise mit Penicillinen (Penicillin V und Propicillin), Erythromycin oder Clindamycin bekämpft. Penicillin zeigt leider zunehmend eine weltweit zu beobachtende Resistenz . Etwa die Hälfte der Keime, die bei Infektionen im Kiefer-Gesichts-Bereich im Spiel sind, sprechen schon nicht mehr darauf an. Desweiteren weist Penicillin eine hohe Allergierate auf.
Generell sollte man es sparsam und nicht vorschnell verordnen.