Antifaltencreme, (k)ein Wunder?

Alt werden wir alle und sterben wird jeder einmal. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass wir uns das gefallen lassen müssen. Eine Antifaltencreme schafft Abhilfe, oder doch nicht?


Passt man einmal genau auf während den ewig langen Werbepausen, dann ist jeder dritte Spot einer für Anti-Aging-Cremes und Anti-Cellulite-Lotionen. Wer da beschlossen hat, seinen Falten und undefinierten Konturen den Kampf anzusagen, hat es nicht leicht, sich für einen Tiegel zu entscheiden. „Faltenfrei in 30 Tagen“ „Lippen wie aufgepolstert“ und „Konturen wie geliftet“, wird da versprochen und mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen geworben. Doch halten die Cremes auch wirklich das, was sie versprechen? Was kann man glauben und was sollte in einer guten Antifaltencreme wirklich drin sein und was ist nur Humbug? Und muss man für eine hochwertige Creme wirklich 100 Euro und mehr ausgeben?

Keine Zeitmaschine
Letzteres kann Hilfreich ganz klar mit nein beantworten. Es gab damals eine sehr teure Creme aus Amerika, die durch einen Wirkstoff berühmt wurde, der wirklich versprach zu helfen. Tausende von Frauen rannten sich die Hacken nach der Creme wund und gaben eine Menge Geld aus. Dabei ist der gleiche Wirkstoff auch in einer Creme von „Oil of Olaz“ enthalten, die um einiges günstiger ist, als die luxuriöse Creme aus den USA.
Und eins vorweg: Keine Creme dieser Zeit kann das Altern rückgängig machen. Die Werbespots im Fernsehen drücken sich absichtlich unklar aus, wenn sie behaupten, sie werden Falten verschwinden lassen. Die meisten Wirkstoffe können nur das Altern zeitlich verzögern oder eine neue Faltenbildung verhindern, und das ist immerhin auch schon etwas.

Umweltgifte und Sonne sind schuld
Falten und ein müder Teint entstehen durch freie Radikale, die in der Umwelt vorhanden sind und die Haut angreifen. Auch die UV-Strahlung ist maßgeblich Schuld daran, wenn man alt aussieht. Daher ist der regelmäßige Gang ins Sonnenstudio nicht vorteilhaft, auch wenn braune Haut schöner aussieht. Doch die Rechnung dafür kommt viel früher als man denkt in Form von runzliger, lederartiger Haut und sogar Hautkrebs. Deshalb sind Menschen, die sich nie direkt dem Sonnenlicht ausgesetzt haben, weitesgehend verschont von müder Haut und Falten. Doch das Sonnen am Strand und ein wenig sommergebräunte Haut tut der Seele gut und deshalb wollen die meisten Menschen nicht darauf verzichten.

Achten Sie auf diese Stoffe
Im Generellen ist eine Antifaltencreme keine schlechte Sache und bringen im Rahmen ihrer Möglichkeiten wirklich etwas. Hersteller versprechen hier einiges, vor allem eine muskelentspannende Wirkung, die verhindern soll, dass durch Verkrampfung der Gesichtsmuskulatur Falten entstehen. Dies ist aber nicht bewiesen.
Wenn Sie sich dafür entscheiden sollten, eine Creme in Ihrem Badezimmerschrank zu beheimaten, sollten folgende Punkte gewährleistet sein:

  • Mindestens Lichtschutzfaktor 10
  • Antioxidantien (Coenzym Q10, Vitamin E und C, Retinol)
  • Harnstoff
  • Hyalouronsäure
  • Mineralstoffe
  • Vitamin A

All diese Stoffe sind nachweislich gut für den Anti-Aging-Effekt, straffen das Bindegewebe und halten die Haut elastisch. Außerdem fangen sie freie Radikale ab, die mit verantwortlich gemacht werden für verschiedene Krebsarten.