Apfelwein aus Speierling herstellen

Wenn Sie Ihrem Apfelwein Speierling zusetzen, erhalten Sie einen besonders aromatischen Apfelwein, der länger haltbar ist.


Apfelwein ist ein besonders in Hessen verbreitetes Getränk, das aus Mostäpfeln hergestellt wird. Der Fruchtwein ist wohlschmeckend und enthält mit etwa 5,5 bis 7 Volumenprozent deutlich weniger Alkohol als Wein. Apfelwein ist das ideale Getränk für die warme Jahreszeit, denn es erfrischt mit herben Geschmack und ist ein guter Durstlöscher. Wenn Sie zusätzlich zu den Äpfeln Früchte des Speierlingbaums verwenden, erhalten Sie eine Apfelwein-Spezialität, die durch den hohen Gerbstoffgehalt besonders lange haltbar ist.

Ein bis drei Prozent Speierlingsaft ergeben einen wohlschmeckenden Wein
Es genügt eine geringe Menge von Speierlingfrüchten, um das Getränk fruchtiger und noch schmackhafter zu machen. Die Früchte des Speierlingbaums werden unreif verwendet. Für die Herstellung von Apfelwein benötigen Sie ein Gärgefaß aus Kunststoff oder einen Glasballon, einen Gäraufsatz, frischen Apfelmost, eventuell Steinberg-Hefe und Speierlingsaft. Den Most und den Speierlingsaft können Sie selbst pressen oder aus einer Kelterei beziehen. Möchten Sie selbst pressen, dann benötigen Sie noch eine Saftpresse und ein Maischegerät. Füllen Sie nun den frischen Apfelmost in Ihren Gärbehälter. Kunststoff-Gärgefäße gibt es mit 30, 60 oder 120 Litern. Ein Glasballon kann bis zu 50 Liter fassen. Wenn Sie Neuling sind, beginnen Sie lieber mit einer kleineren Menge. Füllen Sie Most und Saft in den Gärbehälter. Sie können Weinhefe zugeben, um den Gärprozess zu unterstützen. Der Apfelwein kann aber auch ohne Hefe gären. Lassen Sie in dem Gärgefäß etwa zehn bis 15 Prozent Platz für den entstehenden Schaum.

In wenigen Wochen ist der wohlschmeckende Apfelwein fertig
Auf die Öffnung des Gärgefäßes setzen Sie einen Gärtopf oder das Gärröhrchen. Füllen Sie Röhrchen beziehungsweise den Topf mit Wasser. Dadurch wird verhindert, dass Sauerstoff an den Most gelangt und gleichzeitig kann der beim Gären entstehende Überdruck entweichen. Ideal für den Gärprozess ist eine Temperatur von etwa 14 Grad. In den nächsten Tagen setzt die „stürmische Gärung“ ein. Es blubbert heftig. Kontrollieren Sie in den ersten zwei bis drei Wochen täglich den Gärvorgang und reinigen Sie eventuell die Gäraufsätze. Danach hört die Schaumbildung auf und Sie können Ihr Gärgefäß ganz füllen, damit der Most nicht verdirbt. Nun brauchen Sie nur noch ein wenig Geduld. Nach sechs bis zwälf Wochen ist Ihr Apfelwein fertig. Er schmeckt erfrischend und fruchtig, nicht nur wegen des Speierlings. Wohl bekommt's!