Aphthen sind Geschwüre an der Mundschleimhaut und zeigen sich als kleine weiße oder grauweiße, manchmal auch gelbliche Flecken. Sie können einzeln, seltener auch gehäuft, auftreten und grenzen sich von der Umgebung durch eine rote Umrandung ab. Neben dem Zahnfleisch kann auch die Zunge oder die Mundhöhle als solche betroffen sein. Besonders häufig treten Aphthen im Bereich der Lippen, der Zunge, der Wangen und des Gaumens auf. Über die Ursachen gibt es bisher noch keine allgemeingültigen Erkenntnisse. Aus diesem Grund setzt auch die Therapie nicht wirklich an der Wurzel des Übels an, sondern beschränkt sich auf schmerzlindernde und entzündungshemmende Maßnahmen. Wie stark die Schmerzen durch die Geschwüre ausgeprägt sind, ist von Fall zu Fall und auch vom Ort des Auftretens unterschiedlich.
Empfindlicher Mund durch Erschöpfung
Stress, Erschöpfung und Krankheiten scheinen die Wahrscheinlichkeit dieser Mundschleimhautschäden zu erhöhen. Aber auch bestimmte Nahrungsmittel und Veränderungen im Hormonhaushalt stehen im Verdacht, Aphthen zu fördern. Man vermutet, dass auch Druckstellen, beispielsweise von Prothesen, oder kleinere Verletzungen, bei Kindern auch bestimmte Infektionskrankheiten Aphthen auslösen können. Grundsätzlich kann jedoch jeder betroffen sein. Je nach Größe der Geschwüre können diese innerhalb von zwei Wochen, aber auch erst nach Monaten abheilen. Bestehen diese nach drei Wochen noch immer, ohne Besserung zu zeigen, sollte man einen Arzt aufsuchen. Narben oder sonstige Nachwirkungen hinterlassen Aphthen nicht; sie verschwinden so plötzlich, wie sie aufgetreten sind.
Nicht behandlungsbedürftig
Dabei sind sie zwar schmerzhaft, in den meisten Fällen jedoch nicht behandlungsbedürftig. Denn all das, was der Arzt bei Aphthen tun kann, ist, die Wunde zu desinfizieren und schmerzlindernde Mittel zu verordnen. Um die Schmerzen nicht zusätzlich zu verschlimmern, sollte man besonders solche Nahrungsmittel meiden, die zusätzlich reizen – dies trifft besonders auf salzige und säurehaltige Speisen zu. Da das Essen, Trinken und Schlucken oft mehr als unangenehm ist, sollte man speziell bei Kindern darauf achten, dass sie nicht zu wenig Nährstoffe zu sich nehmen.