Zu welcher Zeit Sie Ihre Arbeit ableisten müssen ist ganz Chefsache. Es ist nicht allein Ihnen überlassen, wann Sie zur Arbeit gehen, wann und wie lange Sie Ihre Pausen machen und zu welchem Zeitpunkt Sie dann wieder aufhören zu arbeiten. Gesetzliche Regelungen sowie die Vorgaben Ihres Arbeitgebers bestimmen den Rahmen Ihrer Arbeitszeiteinteilung.
Arbeitszeiten bestimmen
Ihr Arbeitgeber ist aus rechtlicher Sicht befugt Ihre Arbeitszeiten zu bestimmen. Das bedeutet, dass er den Beginn und das Ende sowie die Pausen festlegen kann. Die Pausenlängen sind allerdings je nach Arbeitszeit vom Gesetz festgelegt.
Ebenfalls kann Ihr Chef die Arbeitszeit auf die einzelnen Wochentage aufteilen. Sollte er schon lange bestehende Zeiten ändern wollen, kann er auch dies tun. Auf jeden Fall muss er aber zuvor den Betriebsrat über seine Vorhaben informieren.
Gleitzeit
Zudem ist es Ihrem Chef überlassen, ob er Gleitzeit einführt oder nicht. Bei dieser Form der Arbeitszeiteinteilung gibt es immer eine Kernarbeitszeit und eine sogenannte Gleitzeit. Diese liegt meist am Anfang und am Ende des Arbeitstages. Beispielsweise kann festgelegt werden, dass zwischen 8.00 und 10.00 Uhr und zwischen 16.00 und 18.00 Uhr die Gleitzeit liegt und somit zwischen 10.00 und 16.00 die feste Kernzeit. So können die Mitarbeiter entscheiden, ob sie früher anfangen oder lieber früher aufhören wollen. Meist werden dafür die Zeiten auf einem Gleitzeitkonto festgehalten. Wie Ihr Konto dann aussieht, wird am Monatsende ermittelt. Ihr Guthaben, ob im negativen oder positiven Bereich müssen Sie dann meist innerhalb eines bestimmten Zeitraumes ausgleichen.
Vertrauensarbeitszeit
Vertrauensarbeitszeit liegt dann vor, wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen nicht vorgibt, wann Sie ihre Arbeit zu erledigen haben. Natürlich ist auch hier ein normaler Arbeitsvertrag mit der Gesamtstundenzahl, die Sie abzuleisten haben Grundlage Ihrer Beschäftigung. Die Kontrolle ist Ihrem Arbeitgeber damit nicht gegeben, aber wichtig ist hier auch das Endergebnis.
Positiv für Sie ist ganz augenscheinlich, dass Sie Ihre Arbeitszeit und Freizeit nach persönlichem Empfinden gestalten können. Längere Arbeitszeiten an bestimmten Wochentagen ermöglichen so an andere Tagen einem Hobby nachzugehen oder auch die Kinder in Ruhe in den Kindergarten zu fahren. Diese Form der Arbeitszeiteinteilung motiviert Mitarbeiter und erhöht die Arbeitszufriedenheit. Als negativ kann allerdings betrachtet werden, dass Überstunden nicht aufgenommen und demnach auch nicht vergütet oder abgebummelt werden können. Ebenfalls kann es zu Streitigkeiten zwischen den Mitarbeitern kommen, die dann akribischer auf die Zeiten der Mitarbeiter achten.