Aromastoffe - echte Rohstoffe ersetzen

Die natürlichen Aromastoffe müssen aus einem natürlichen Grundstoff hergestellt werden. Sie können sowohl pflanzlicher als auch tierischer Herkunft sein.


Geschmacks- und Aromastoffe werden in der Lebensmittelindustrie sehr häufig eingesetzt, um Produkten einen möglichst intensiven Geschmack oder Geruch zu verleihen. Erst das Aroma macht ein langweiliges Lebensmittel zu einem Genuss für die Sinne. Durch den Einsatz dieser preiswerten Lebensmittelzusatzstoffe kann die verarbeitende Industrie auf teure hochwertige Rohstoffe verzichten. Gleichzeitig ergeben sich daraus technologische Vorteile, die ebenfalls auf eine Verminderung der Produktionskosten abzielen.

Was ist Aroma?
Das typische Aroma einer Speise setzt sich aus vielen verschiedenen Aromastoffen zusammen. So sind im Kaffeearoma etwa 1000 verschiedene Aromastoffe vereint. Die Schwierigkeit in der Fertigung von Aromen besteht in der perfekten Komposition der einzelnen Geschmacksstoffe. Bekannt ist, dass die weltweite Ernte an Erdbeeren lediglich für fünf Prozent der gesamten Produktion an Erdbeerprodukten ausreicht. Die fehlenden Früchte in einem Joghurt müssen deshalb durch Aromen ersetzt werden. Das Gerücht allerdings, dass Erdbeeraroma aus Sägespänen besteht, ist widerlegt. Allerdings geben Hersteller ihre Rezepturen selten Preis, denn das typische Erdbeeraroma besitzt weit über 100 Geschmacksnuancen. Richtig aber ist, dass Vanillearoma als Teil davon auf Basis von Zellulose entsteht. Unterschieden werden diese Zusatzstoffe in erster Linie in natürliche, naturidentische und künstliche Aromen.

Auch Bioprodukte enthalten natürliche Aromastoffe
Die natürlichen Aromastoffe müssen aus einem natürlichen Grundstoff hergestellt werden. Sie können sowohl pflanzlicher als auch tierischer Herkunft sein. Die Gewinnung selbst erfolgt mittels verschiedener physikalischer Verfahren. Aufgrund der hohen Kosten, die weit über denen künstlicher Aromen liegen, werden natürliche Aromastoffe immer seltener eingesetzt. Bioprodukten darf aber ausschließlich diese Form der Aromatisierung zugegeben werden.

Naturidentische und künstliche Aromastoffen
Naturidentische Aromastoffe sind keineswegs aus natürlichen Substanzen gefertigt. Vielmehr sind lediglich die Strukturen und Eigenschaften der überwiegend in Laboren hergestellten Chemikalien den natürlichen ähnlich. Künstliche Aromastoffe sind dagegen vollständig synthetischen Ursprungs. Sie erfreuen sich besonders in der Süßwarenherstellung großer Beliebtheit. Nur künstliche Aromastoffe werden zu den Zusatzstoffen gerechnet. Für Lebensmittel sind innerhalb Europas gerade einmal 14 künstliche Farbstoffe zugelassen.

Unzureichende Kennzeichnung von Aromen 
Aromastoffe sind zwar deklarationspflichtig, ihre Zusammensetzung jedoch muss auf der Verpackung nicht vermerkt werden. Grund für dieses Vorgehen ist die Tatsache, dass Aromen auch in der Natur vorkommen. Deshalb zählen sie nicht zu den Zusatzstoffen und tragen auch keine der typischen E - Nummern, auf der Verpackung erscheint lediglich der Begriff `Aroma´. Die gesundheitlichen Risiken derartiger Zusatzstoffe sind bis heute nicht abschließend geklärt. Da es sich in der Regel um flüchtige Verbindungen handelt, ist eine Gefährdung jedoch weitgehend ausgeschlossen.