Artenschutz im Urlaub: Der WWF-Urlaubsführer

Welche Tierarten sind überhaupt bedroht und welche Bescheinigungen brauche ich, um exotische Tiere einzuführen? Der WWF klärt auf.


Jedes Jahr beschlagnahmt der deutsche Zoll Unmengen an Mitbringseln aus dem Ausland. Neben der Beschlagnahmung drohen empfindliche Geldstrafen bis zu 50.000 Euro. Die Ausrede, dass man das ja nicht gewusst hätte, zählt schon lange nicht mehr.

WWF-Urlaubsführer
Der WWF stellt in einer Übersicht zusammen, welche Produkte illegal sind und überhaupt nicht eingeführt werden dürfen und welche nur mit Erlaubnis gekauft werden dürfen. Auch der deutsche Zoll gibt mit Unterstützung des Bundesamts für Naturschutz Hilfestellung. Auf der entsprechenden Internetseite können Interessierte herausfinden, welche geschützten Arten im eigenen Urlaubsland leben und sind somit bestens informiert, wenn der Flieger bestiegen wird.

1. Handel strafbar
Jeglicher Handel mit folgenden Produkten ist strafbar, da die Tiere vom Aussterben bedroht sind:

  • Elfenbein
  • Wildkatzenfelle
  • Produkte mit Moschus
  • Walknochen und -zähne
  • Nashorn-Horn
  • Shahtoosh-Wolle (Wolle aus dem Fell der Tibet-Antilope)
  • Lebende Tiere 
  • Schildkröten-Produkte

2. Nur mit mit gültiger Cites-Ein- und Ausfuhrbewilligung
Folgende Produkte dürfen nur mit entsprechender Genehmigung eingeführt werden. Zweifelhaft ist jedoch, ob Ihnen ein Straßenhändler eine solche Ausfuhrerlaubnis überhaupt ausstellen kann. Zudem müssen Sie bereits vor dem Urlaub in Deutschland einen Antrag auf eine Einfuhrgenehmigung stellen.

  • Schlangenwein
  • Muscheln und Schnecken
  • Reptilienleder
  • Korallenschmuck
  • Traditionelle chinesische Medizin
  • Vögel und Federn
  • Hai-Produkte
  • Rainsticks aus Kaktusstämmen
  • Stör-Kaviar

Alternative Souvenirs
Wenn Sie wirklich etwas für das Land und dessen Bewohner tun möchten, kaufen Sie folgende Mitbringsel. Die Einnahmen kommen direkt der Bevölkerung zugute und fließen nicht in die Kassen der Tiermafia. Sie sind mindestens ebenso schön wie verbotene Ware, haben aber den „Gute-Tat“-Faktor inklusive. So eignen sich beispielsweise:

  • Töpferwaren
  • selbst hergestellter Schmuck
  • zertifizierte Holzsouvenirs
  • Stoffe aus der Region
  • Malerei mit authentischen Motiven

Quelle: WWF