Arzneipflaster - Die Alternative zu Pille und Spritze

Eine gute Alternative zu Pillen und Spritzen sind Arzneipflaster. Diese geben ihre Wirkstoffe direkt über die Haut in den Organismus ab und verhindern dadurch eine fehlerhafte Einnahme oder Nebenwirkungen


Wer kennt das nicht, im TV läuft ein spannender Film oder es wird im Job etwas stressiger, schon hat man vergessen, regelmäßig seine Tabletten einzunehmen. Oder es ist einfach nur lästig, früh, mittags und abends die Pillen zu schlucken.

 

Arzneipflaster immer beliebter

Langsam entwickelt sich der Trend zu der sanften Alternative von Pille und Spritze hin. Die Alternative ist das Arzneipflaster. Das Pflaster wird einmal aufgeklebt und schon werden die Wirkstoffe direkt und korrekt dosiert über die Haut in den Organismus abgegeben. Somit werden Magen, Darm und Leber geschont, Einnahmefehler vermieden und Nebenwirkungen minimiert.

Auf keinen Fall sollten aber die Pflaster zerschnitten werden, da so die richtige Dosierung nicht mehr möglich ist. Das Pflaster sollte nur auf trockene, saubere und unbeharrte Stellen aufgetragen werden und nach dem Auflegen 15 Sekunden angedrückt werden. Am besten eignen sich Oberkörper, Rücken und Po. Die Haut sollte nicht immer an derselben Stelle mit einem Pflaster beansprucht werden. Vor einem Saunagang ist das Pflaster aufgrund der großen Hitze zudem zu entfernen.

 

Bei vielen Beschwerden sinnvoll

Durch die Vorteile boomt die Pflaster-Medizin und die Zahl der neu entwickelten Therapiepflaster wird immer höher. Weiterentwickelte Wundpflaster lassen Wunden schneller heilen, spezielle Arzneipflaster aus der Apotheke verhindern die Bildung von Narben. Wärmepflaster helfen bei Hexenschuss und Muskelschmerzen, da sie durch ihre speziellen Wirkstoffe die Durchblutung steigern, die Muskulatur erwärmen und den Heilungsprozess beschleunigen. Hormonpflaster schonen im Gegensatz zur Pille die Leber von Frauen, die Empfängnisverhütung betreiben oder Beschwerden in den Wechseljahren haben. Diese rezeptpflichtigen Pflaster wirken drei bis sieben Tage. Menschen mit chronisch starken Schmerzen helfen Schmerzpflaster, die mit stellenweise starken Betäubungsmitteln, den sogenannten Opioiden, versetzt sind. Die Pflaster wirken wie eine Dauerinfusion und müssen alle drei Tage gewechselt werden. Schmerzpflaster sind verschreibungspflichtig, werden aber von den meisten Kassen bezahlt.