Asseln: Wohnung und Keller als Unterkunft

Zwar sehen Asseln in der Wohnung wenig appetitlich aus, sie gehören jedoch nicht zu den Schädlingen und können keinen großen Schaden anrichten.


Asseln, also Kellerasseln oder Mauerasseln, sind keine Schädlinge sondern nur Lästlinge. Und auch wenn man es vermuten könnte: Sie sind keine Insekten sondern Krebstiere. Die Pflanzenfresser können bis zu 15 Millimeter groß werden. Sie sind hell- bis dunkelgrau und haben einen platten Körper. Die Tiere sind lichtscheu und nachtaktiv. Sie mögen es feucht und begeben sich, wenn es draußen zu trocken wird, gern in feuchte Keller, da sie nämlich durch Kiemen atmen und in einem zu trockenen Klima ersticken würden. Auch im Gewächshaus findet man sie häufig, zum Beispiel hinter Regalen, unter Blumentöpfen und Steinen.

Anspruchslose Vegetarier
Asseln fressen Laub, Pilze und ähnliche abgestorbene Pflanzenreste. Treten sie in Massen auf, kann es allerdings schon einmal passieren, dass sie auch Gemüse, Blumenknollen oder Obst anfressen. Nur wenn sie in großer Zahl im Keller anzutreffen sind, sollte man Fallen aufstellen, vorher sollte man jedoch herausfinden, wie die Tiere ins Haus gelangen.

Viele simple Hausmittel
Der natürliche Feind der Assel ist die Kröte, aber deswegen muss sich keiner eine Kröte in den Keller holen. Es reicht, dass sich diese in der freien Wildbahn an den Asseln ergötzt. Stattdessen können sie auch ausgehöhlte Kartoffeln, Bananen- oder Apfelsinenschalen auslegen. Lassen Sie diese über Nacht liegen und sammeln sie diese am nächsten Morgen ein. Die Schalen können dann einfach „entsorgt“ werden. Eine andere, ebenso effektive Möglichkeit ist es, Tontöpfe gefüllt mit feuchter Holzwolle, feuchtem Moos oder gekochten Kartoffeln aufzustellen. Sie müssen so stehen, dass die Tiere nur durch einen schmalen Spalt ins Innere des Topfes gelangen können.
Eine flache Schale Obstbrand lockt die Asseln ebenfalls an: Die Tiere werden von dem Geruch angezogen und ertrinken dann im Alkohol. Große Tierfreunde können auch einfach einen feuchten Sack oder ein nasses Handtuch in den Keller legen. Am nächsten Morgen kann es draußen ausgeschüttelt werden.

Asseln in der Wohnung bekämpfen
Möchte man Asseln aus der Wohnung vertreiben, sollte man nicht sofort auf chemische Lösungen zurückgreifen, da Asseln keine Schädlinge sind. Zum einen gibt es Köderdosen bestehend aus Lockstoff und Gift, außerdem gibt es flüssiges oder pulverförmiges Gift, das man bei den Verstecken der Tiere ausstreut – dies sollte jedoch immer die letzte Möglichkeit sein. Eine harmlose Alternative sind Klebefallen, die für Haustiere ungefährlich sind.