Asthma Arten

Man kann zwischen zwei Asthma Arten unterscheiden, so gibt es das allergische sowie das nicht-allergische Asthma. Zudem treten Mischformen beider Arten auf.


Man kann zwischen zwei Asthma Arten unterscheiden, so gibt es das allergische sowie das nicht-allergische Asthma. Das allergische Asthma ist die häufigste Form, die oft schon im Kindesalter auftritt. Es kann von den Eltern an das Kind vererbt werden. Sind beispielsweise beide Eltern selbst Asthmatiker, wird auch das Kind zu 60 bis 80 Prozent an der Atemnot leiden. Sind beide Eltern gesund, besteht allerdings immer noch ein Risiko von fünf bis 15 Prozent für den Nachkommen. Aber nicht nur die Gene sind an der Ausbildung von Asthma beteiligt. Auch verschiedene Umwelteinflüsse und Lebensgewohnheiten können an der Entstehung mitwirken.

 
Das nicht-allergische Asthma tritt eher selten auf. Von dieser Form sind meistens Menschen betroffen, die erst als Erwachsene Asthma bekommen haben. Hierbei werden besonders Luftverschmutzung und Kontakt mit reizenden Stoffen als Ursachen genannt.
 
Allergisches Asthma
90 Prozent der Asthmatiker leiden an der allergischen Form des Asthmas. Die Atemwege entzünden sich hierbei aufgrund von Allergien. Die Überreaktion des Immunsystems kann durch sehr unterschiedliche Stoffe ausgelöst werden. Häufigste Allergieauslöser sind die Pollen von verschiedenen Pflanzen, wie Bäume und Gräser. Aber auch Nahrungsmittel, Umweltverschmutzungen, Chemikalien und verschiedene Materialien, wie Latex oder Klebstoffe, können zu Allergien und damit zu einer dauerhaften (chronischen) Entzündung der Bronchien führen.
Bei allergischem Asthma werden vom Körper spezielle Antikörper, die Immunglobuline E (IgE) gebildet, die dann eine Überreaktion auslösen.
 
Nicht allergisches Asthma
An der reinen nicht-allergischen Form von Asthma leiden nur etwa zehn Prozent der Erkrankten. Zumeist handelt es sich dabei um Erwachsene. Die Entzündungen in den Bronchien werden durch Medikamente oder giftige (toxische) Stoffe, wie Zigarettenqualm, hervorgerufen. Auch übermäßige körperliche Anstrengung kann, vor allem bei Kindern, einen Anfall auslösen.
Die Refluxkrankheit, bei der Magensäure zurück in den Rachenraum fließen kann, ist in seltenen Fällen ebenfalls ein Grund, für Entzündungen in den Bronchien.
Der Hauptunterschied zu allergischem Asthma besteht darin, dass bei dieser Form des Asthmas keine Immunreaktion hervorgerufen wird. Der Körper bildet also nicht die Antikörper IgE, welche eine allergische Reaktion hervorrufen können.
 
Mischformen
Die Übergänge von allergischem zu nicht-allergischem Asthma sind fließend und nicht immer leicht zu unterscheiden. Mischformen der beiden Arten treten häufig auf. Etwa 90 Prozent aller Patienten leiden an Asthma, das sowohl allergischen als auch nicht-allergischen Ursprungs ist. Besonders bei Erwachsenen, die einen langen Krankheitsverlauf hinter sich haben, kann man die beiden Asthma Arten nicht mehr voneinander trennen.