Asthma bei Kindern unterscheidet sich in den Symptomen etwas von denen der Erwachsenen. Sie leiden weniger an Atemnot, haben dafür aber oft mit Hustenanfällen zu kämpfen. Häufig werden die Anfälle ausgelöst, wenn die Kinder herumtoben oder Sport treiben. Sie sollten jedoch Ihrem Kind das Spielen im Freien nicht verbieten. Achten Sie aber darauf, dass ein Notfallmedikament griffbereit ist. Nach dem Motto: „Was uns nicht umbringt, macht uns stärker“, wird auch die Lunge bei dem Herumtoben mit Spielkameraden gestärkt.
Bei Kleinkindern äußert sich Asthma auch mit häufigen Bauchschmerzen. Hat Ihr Kind zusätzlich oft Entzündungen der Bronchien, besteht ein Verdacht auf Asthma. Vor allen Dingen, wenn Ihr Kind nach den Erkrankungen eine Weile lang Atemgeräusche hat oder nur schwer atmen kann, besteht ein begründeter Verdacht auf Asthma.
Behandlung
Bei der Behandlung von Asthma bei Kindern muss auf Einiges geachtet werden. Inhalatoren, die atemzuggesteuert sind, können von Kindern unter vier Jahren nicht verwendet werden, da sie die Kraft, den Inhalator auszulösen, noch nicht aufbringen können. Treibgas gesteuerte Dosieraerosole können ebenfalls Probleme bereiten, da die Koordination zwischen Drücken und Einatmen kompliziert ist. Hier empfiehlt sich die Anwendung eines Spacers. Vernebler sind für Kinder gut geeignet, da hier weder ein kräftiger Atemzug noch Koordinationsvermögen nötig sind.
Kortisonspray auch bei Babys
Kortisonsprays zum Inhalieren werden schon bei Säuglingen eingesetzt. Bei einer ordnungsgemäßen Anwendung bestehen keine Gefahren für Ihr Kind. Die Medikamente sollten, aufgrund der möglichen Nebenwirkungen, bei Kindern nur in geringen Dosen verabreicht werden. Bei einer Überdosierung kann das Wachstum gehemmt werden. Dennoch ist Kortison das beste Medikament gegen Entzündungen bei Asthma, das derzeit auf dem Markt ist, der Nutzen rechtfertigt die möglichen Nebenwirkungen.
Alternativ kann bei sehr leichtem Asthma eine Therapie mit Cromoglicinsäure oder Nedocromil ausprobiert werden. Die Medikamente schlagen allerdings nicht immer an. Bei Asthma der Stufe II und III kann eine zusätzliche Einnahme von Leukotrien-Antagonisten den Bedarf an Kortison senken.