Asthma Inhalatoren

Asthma Inhalatoren gehören zur Standardtherapie bei Asthma. Dabei stehen dem Patienten diverse Methoden zur Verfügung.


Bei Asthma erfolgt die Einnahme der Medikamente über Asthma Inhalatoren. Dies bringt einige Vorteile mit sich. Erstens gelangen die Medikamente direkt zum Ort des Geschehens und können schneller und effektiver wirken. Zweitens bleiben die Medikamente in der Lunge. Es gelangen nur geringe Anteile der Medikamente in die anderen Bereiche des Organismus’, sodass sehr wenige Nebenwirkungen von den Arzneien ausgelöst werden. Drittens benötigt man nur eine geringe Dosis des Medikaments. Präparate, die man in Tablettenform oder als Saft einnimmt, werden auch systemische Medikamente genannt, da sie auf den gesamten Körper wirken. So eingenommen, verursachen die Medikamente weitaus häufiger schädliche Nebenwirkungen.
 
Die richtige Atemtechnik
Um die Asthmamedikamente inhalieren zu können, wurden verschiedene Geräte entwickelt. Bei der Verwendung der Inhalationssysteme müssen Sie auf die richtige Atemtechnik achten. Kurz vor dem Inhalieren müssen Sie ausatmen. Dann atmen Sie das Medikament ein und halten für ein paar Sekunden die Luft an, damit sich die Arznei in den Lungen verteilen und dort einwirken kann. Je nach verwendetem Inhalationssystem kann dieses Grundprinzip etwas variieren. Sie sollten sich vor dem ersten Gebrauch eines Inhalators die genaue Technik vom Arzt erläutern beziehungsweise zeigen lassen.
 
Inhalationssysteme
Man kann vier Typen von Inhalationssystemen unterscheiden. Hierzu zählen die Treibgas gesteuerten, die Atemzug gesteuerten und die Pulverinhalatoren sowie Vernebler. Jedes der Systeme hat seine Vor- und Nachteile. Sie werden je nach Alter, körperlichem Zustand und persönlichen Vorlieben des Patienten vom Arzt verschrieben.
 
Asthma Inhalatoren - Pulverinhalatoren
In den Pulverinhalatoren befindet sich das Medikament in Form eines feinen Pulvers. Durch kräftiges Einatmen wird es zerstäubt und gelangt so in die Lunge. Die Anwendung ist sehr einfach und das Pulver verteilt sich gut in der Lunge. Nachteil dieser Methode ist die Anfälligkeit des Medikaments für Feuchtigkeit. Der Inhalator muss immer fest verschlossen werden und vor dem Inhalieren muss gut ausgeatmet werden, da schon die Feuchtigkeit in der Atemluft das Medikament beeinträchtigen kann. Auch wird eine Mindeststärke des Atemzugs benötigt, damit das Pulver sich zerstäubt. Kleinkinder können daher keine Pulverinhalatoren verwenden, da sie noch nicht in der Lage sind, kräftig genug ein- und auszuatmen.
 
Treibgas gesteuerte Dosieraerosole
Bei diesen Systemen wird das Medikament durch Drücken in ein feines Spray zerstäubt. Die Medikamente sind feuchtigkeitsunempfindlich und man benötigt keinen starken Atemzug, aber auch hier gibt es Nachteile. Durch das Treibgas verdunstet ein Teil des Medikamentes und die Koordination von Drücken bei gleichzeitigem Einatmen ist nicht so einfach. Diese Umstände führen dazu, dass das Medikament nicht gut in der Lunge verteilt wird. Kinder und alte Menschen sollten dieses System nicht verwenden, da sie häufig nicht die erforderlichen Koordinationsfähigkeiten besitzen.