Asthmaforschung

Die Asthmaforschung wird immer weiter betrieben, um neue Verfahren gegen die Krankheit einsetzen zu können. Neben bereits angewendeten alternativen Methoden untersuchen die Wissenschaftler auch die Gene von Erkrankten.


Alternativ behandeln

 

Im Zusammenhang mit der Asthmaforschung wurden viele verschiedene Heilmethoden der alternativen Medizin untersucht. Darunter befanden sich Verfahren wie Homöopathie, Akupunktur, verschiedene Entspannungsübungen – wie autogenes Training – und Massagen, Chiropraktiken und das Aufladen der Luft mit positiv geladenen Teilchen (ionisierte Luft). Keine dieser Methoden konnte hinreichend eine Verbesserung der Asthmasymptome belegen. Von Ärzten wird dringend darauf hingewiesen, dass eine konservative Behandlung zwingend notwendig ist. Wer nicht auf eine alternative Heilmethode verzichten will, sollte diese nur als Ergänzung der eigentlichen Therapie und unter Absprache mit dem Arzt anwenden.
 
Neueste Asthmaforschung

 
Gene
Wissenschaftler haben bei asthmatischen Kindern gehäuft Veränderungen eines Gens auf dem Chromosom 17 festgestellt. Kinder mit diesem Defekt waren häufiger von Asthma betroffen, als Kinder ohne diesen Fehler. Das Gen ist für die Bildung eines Proteins (ORMDL3) zuständig, das häufig in den Zellen der Immunabwehr vorkommt. Die Funktion ist jedoch noch unbekannt.
 
Phosphodiesterase-4-Hemmer
Phosphodiesterase-4 ist ein Protein, das in der Lunge zu finden ist. Wird es gehemmt, werden Entzündungsprozesse aufgehalten. Seit einiger Zeit wird daher an verschiedenen Hemmern für dieses Protein gearbeitet. Zurzeit ist allerdings kein Medikament für die Anwendung bei Asthma zugelassen, da eine eindeutige Wirksamkeit noch nicht bewiesen werden konnte.
 
Tumornekrosefaktor-Alpha
Der Tumornekrosefaktor-Alpha (TNF-α) ist ebenfalls an Entzündungsreaktionen beteiligt. Man hat herausgefunden, dass dieser Faktor bei Asthmapatienten vermehrt gebildet wird, daher versuchen Forscher nun auch TNF-α zu blockieren. Medikamente befinden sich zurzeit noch in der Erprobung. Die Wirksamkeit muss erst noch getestet und mögliche Nebenwirkungen ausgemacht werden.