Auch Erwachsene sollten sich gegen Masern impfen lassen!

Bei den Masern handelt es sich um eine hochansteckende Krankheit. Sich gegen Masern impfen zu lassen, wird von der Ständigen Impfkommission, vor allem für Kinder und Angestellte in Krankenhäusern oder Kindergärten empfohlen


Bei den Masern handelt es sich um eine hochansteckende Krankheit, die die oberen Atemwege befällt und den charakteristisch fleckigen Ausschlag am Hals verursacht. Hierbei handelt es sich um eine Viruserkrankung. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion und kann daher von Mensch zu Mensch durch Niesen, Husten oder Sprechen übertragen werden. Die Masern sind hochinfektiös. Daher sollte man sich gegen Masern impfen. Denn entgegen der weitverbreiteten Meinung, bei den Masern handle es sich um eine harmlose Kinderkrankheit, können die Masern das Immunsystem stark schwächen. Bakterielle Infektionen wie Mittelohrentzündung, Bronchitis oder Lungenentzündung können sich leichter im Organismus ansiedeln.

Hirnhautentzündungen möglich
Die Masern bringen aber auch eine tödliche Gefahr mit sich. In 1:1000 Fällen kommt es zu einer schweren Hirnhautentzündung, die für etwa 10 bis 20 Prozent der Patienten tödlich verläuft. Überlebt der Erkrankte die Hirnhautentzündung, muss etwa bei jedem Dritten mit bleibenden geistigen Schäden gerechnet werden. Vor allem Säuglinge, Erwachsene oder insgesamt geschwächte Personen können von diesem schweren Krankheitsverlauf betroffen sein. Eine Masernschutzimpfung kann daher diesen Menschen unter Umständen das Leben retten.

 

Rückgang der Impfzahlen
Trotz dieser sehr deutlichen Gefahren gehen in Deutschland die Zahlen für Neuimpfungen bei Masern seit Einführung im Jahre 1973 deutlich zurück. Da aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht alle Eltern ihre Kinder gegen Masern impfen lassen, kommt es immer wieder zu neuen Epidemien, die vor allem durch Reisende immer wieder verschleppt werden.

Impfkommission empfiehlt Masern Impfung
Daher wird die Impfung gegen Masern von der Ständigen Impfkommission (STIKO) ausdrücklich für alle Kinder empfohlen. Nicht geimpfte Erwachsene, die auch in ihrer Kindheit nicht an den Masern erkrankt sind, in Kindertagesstätten, Kinderheimen oder Kinderkliniken arbeiten, sollten den Impfschutz schnellstens nachholen. Auch sollten sich Personen ohne Impfschutz, die Kontakt mit an Masernkranken hatten, ebenfalls gegen Masern impfen lassen. Denn der Impfschutz kann das eigene Leben retten.

Impfschutz ist zuverlässig
Bei der Masernimpfung kommt ein Lebendimpfstoff zum Einsatz. Das bedeutet, dass deutlich abgeschwächte Masernviren intramuskulär in den Körper gelangen. Sie können die Krankheit nicht mehr auslösen, werden vom Immunsystem dennoch als Krankheitserreger erkannt, was eine Immunisierung zur Folge hat. Es werden Antikörper gegen die abgeschwächten Masernviren gebildet. Der Impfschutz ist sehr zuverlässig und verhindert einen Ausbruch der Krankheit bei der erneuten Begegnung mit Masernviren.

 

Impfung schon im Säuglingsalter
Eine Grundimmunisierung sollte ab dem zweiten Lebensmonat bei Säuglingen durchgeführt werden. Es empfiehlt sich, die Masernimpfung in der Dreifachkombination Masern/Mumps/Röteln durchzuführen. Allerdings nur, wenn die Impfung wiederholt wurde, ist der Schutz vor Masern bis ins Erwachsenenalter sichergestellt.

Mehr Informationen zu Masern finden Sie in der Rubrik: Krankheiten - Masern.