Die Gestaltung des Kinderzimmers sehen junge Eltern oft als Raum für ihre kreativen Ideen. Da werden bunte Comictapeten gekauft, Accessoires in knalligen Farben verteilt, Mobilés an der Decke aufgehängt und Spielteppiche auf dem Boden ausgebreitet. Dabei geht es weniger darum, dem Kind ein möglichst repräsentativ kindliches Zimmer zu gestalten, sondern auch darum, durch die Einrichtung das Kind in seiner Entwicklung zu unterstützen und voran zu bringen.
Da hat das Zimmer einen größeren Einfluss , als viele Eltern bisher gedacht haben, denn schließlich hält sich der Nachwuchs vermehrt in diesem einen Raum auf, schläft, spielt und lernt dort.
Im Vastu wird dem Kinderzimmer ein hoher Stellenwert zuteil und die Lehre vermittelt gerade deshalb genaue Regeln darüber, wie ein Kinderzimmer einzurichten ist.
Frühes zu Bett gehen im Osten
Da Kinder generell eher schlafen gehen als Erwachsene, ist es von Vorteil das Kinderzimmer gen Osten auszurichten. Denn so kann der Sprössling morgens mit der Sonne aufstehen, Energie mit den ersten Sonnenstrahlen tanken und abends, wenn es auf der westlichen Seite noch nicht dunkel genug ist, in seinem Zimmer leichter in den Schlaf gleiten. Deshalb sind Fenster gen Osten auch besonders wichtig für ein Kinderzimmer.
Farben
Wissenschaftler haben längst bewiesen, dass eine zu hohe Stimulation durch quietschige Farben, bunte Bilder, Vorhänge und Decken das Kind eher überlastet, als seine Kreativität zu fördern. Zwar sollte ein Kinderzimmer nicht karg und kahl sein, dennoch ist zu viel des Guten oftmals ein Faktor für Konzentrationsschwäche und Hyperaktivität. Deshalb ist es gut, wenn der Einrichter des Kinderzimmers sich auf eine Grundfarbe konzentriert. Es kann ruhig die Lieblingsfarbe des Kindes sein. Auch wenn es knallrot sein sollte, kann hier mit viel ruhigem Beige, Creme oder Weiß ein Ausgleich geschaffen werden. Pastell-Töne bieten sich besonders an.
You are my Idol...
Wenn es zu Postern kommt, sind Kinder die absolute Zielgruppe. Manche Zimmer strotzen nur so vor Schnappschüssen eines Stars in wilder Pose oder großen Tieren, die gerade zum Sprung ansetzen. Kinder lieben Poster und identifizieren sich mit Ihren Stars oder Lieblingssportlern und wollen Sie um sich herum versammelt sehen, um sich immer wieder in Ihre Welt träumen zu können. Dies ist keinesfalls schlecht, jedoch bringen Poster eine gewisse Unruhe in ein Zimmer hinein. Im Vastu herrscht die Meinung, dass eben solche Poster die Unruhe, Rajas, also schlechte Energien und Verrohung fördern.
Sicherlich ist es hier schwer, diese Regeln ganzheitlich zu befolgen. Denn Kinder haben ihren eigenen Kopf, sie interessiert nicht, was Mama oder Papa über die Energien einzelner Gegenstände denken. Sie finden Poster einfach „cool“. Daher können Sie in Ruhe mit Ihrem Kind eine Zwischenlösung finden. Oft hilft es schon, sich darauf zu einigen, dass keine Poster am Bett oder am Schreibtisch hängen. Schaffen Sie mit Ihrem Kind eine Poster-Ecke, wo mit Herzenslust geklebt und gehängt werden darf.
Lernen und Schlafen
Da idealerweise das Fenster gen Osten ausgerichtet ist, ist der perfekte Platz für einen Arbeitsplatz für das Kind unmittelbar davor oder daneben. Denn ein gen Osten gerichteter Blick schärft und strukturiert das Denken.
Die Mitte des Zimmers sollte immer frei bleiben, während Schränke und Bücherregale an der West- oder Nordwand zu stehen kommen sollten.
Nicht zu empfehlen ist es, im Kinderzimmer, Elektrogeräte aufzustellen. Fernseher und Computer sind bis zu einem bestimmten Alter aus diesem Bereich des Hauses fernzuhalten, da Ihnen Vastu eine schlafstörende Wirkung nachsagt.