Auf dem Weg zum Psychologiestudium

Ein Psychologiestudium zu beginnen, sollte wohl überlegt sein.


Nach dem Abitur steht die nächste Entscheidung an: Soll eine Ausbildung folgen oder vielleicht doch lieber ein Studium? Wenn man sich dafür entscheidet, der Schulzeit ein Studium folgen zu lassen, dann muss man sich vorher gründlich überlegen, welche Studienrichtung es denn werden soll.
Die Bandbreite ist recht groß und viele Fächer weichen vom Lehrplan der Schule ab und gehen auf ganz neue Themengebiete ein. Sich aus dem vielfältigen Angebot nun das richtige für das spätere Leben auszuwählen, stellt eine erhebliche Herausforderung dar.

Information ist alles
Wurde die Wahl aber getroffen und schlummerte beispielsweise der Wunsch eines Psychologiestudiums doch schon immer in einem, dann kann es losgehen mit der intensiveren Informationssuche. Nur aus einer Laune heraus Psychologie zu studieren, würde sicher nicht zum Erfolg führen. Auch die Lösung der eigenen Probleme ist nicht der richtige Ansatzpunkt für dieses Studium.
Man sollte sich vorab klarmachen, weshalb man Psychologie studieren möchte und welche Berufsbilder es gibt. Etwa die Hälfte der Absolventen werden Psychotherapeut, die restlichen Studenten verteilen sich auf verschiedene Gebiete wie die Rechtspsychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie oder bleiben im Bereich der Forschung und Lehre an den Universitäten.
Um sich genauer über das Psychologiestudium zu informieren, bietet es sich an, ein Einführungsbuch in dieser Richtung durchzulesen, um einen Eindruck der Studieninhalte zu gewinnen. Außerdem sollte man sich bewusst machen, dass zumindest das Grundstudium maßgeblich aus Mathematik besteht. Zudem ist die Literatur, die innerhalb der Seminare gelesen werden muss, hauptsächlich auf englisch. Man muss nun nicht unbedingt einen Leistungskurs in diesen Fächern belegt haben, aber die Bereitschaft, sich damit auseinanderzusetzen, sollte auf jeden Fall vorhanden sein.

Zulassungsvoraussetzungen für das Psychologiestudium
Es sollte einem klar sein, dass es nicht ganz einfach wird, auf Anhieb einen Studienplatz zu bekommen. Das Auswahlverfahren läuft über die Zentrale Vergabestelle (ZVS), bei der die Bewerbung eingereicht werden muss. Ausschlaggebend ist hier der Numerus Clausus, also die Abiturabschlussnote. Diese sollte so gut wie möglich sein. Eine allgemein gültige Aussage über die Note kann aber nicht gegeben werden, da dies zum einen von den Noten des Bewerberjahrgangs abhängt sowie von den einzelnen Universitäten. Allerdings sollte die Note nicht schlechter als 2,0 betragen. Falls man den begehrten Studienplatz nicht im ersten Anlauf bekommt, kann man es über die späteren Losverfahren erneut versuchen. Mit etwas Glück schafft man es dann vielleicht auch noch nachzurücken. Einige Universitäten wählen ihre Bewerber auch persönlich aus, sodass neben der ZVS die Möglichkeit besteht, aufgrund dieser Universitätsinternen Auswahlverfahren einen Studienplatz zu erhalten.